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producer+1cmegroup+1spglobal+2Weizen-Futures kletterten am Mittwoch, dem 26. August, auf ihr tägliches Preislimit, da Berichte über eine mögliche russische Eskalation in der Ukraine die Getreidemärkte scharf nach oben trieben und den monatelangen Angebotsdruck durch Störungen im Schwarzen Meer sowie extreme europäische Hitze weiter verstärkten.
Die Nachricht, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Eskalation des Krieges gegen die Ukraine erwägt, löste laut dem Marktbericht des Western Producer die scharfe Preisbewegung aus. Die Futures für Chicago-SRW-Weizen erreichten ihr tägliches Limit von 45 Cent, was die CME Group veranlasste, erweiterte Limits von 70 Cent für den Handelstag am Donnerstag anzukündigen. Auch Mais und Sojabohnen verzeichneten Tagesgewinne, wobei die Getreidemärkte neue Kontrakthöchststände erreichten.barchart+3
Der Anstieg erfolgte vor dem Hintergrund eskalierender Angriffe auf die Hafeninfrastruktur im Schwarzen Meer. Die Ukraine meldete allein im Juli 67 Angriffe auf Hafenanlagen, während russische Schläge gegen Häfen in der Region Odesa laut S&P Global rund ein Drittel der ukrainischen Getreideexportkapazität zerstörten. Russland und die Ukraine liefern zusammen etwa 27 Prozent des weltweiten Weizens, und Analysten bezeichneten das Zusammentreffen von Lieferrisiken als "dreifache Bedrohung" für die Getreidemärkte.spglobal+1
Die Rally baute auf wochenlangen Verschlechterungen der Erntebedingungen in ganz Europa auf. Das Joint Research Centre der Europäischen Kommission warnte am 23. August, dass anhaltende Hitze und außergewöhnliche Wasserdefizite die "Aussichten für Sommerfeldfrüchte in West- und weiten Teilen Mitteleuropas erheblich verschlechtert" hätten, wobei die EU-Ertragsprognosen für alle Sommerfeldfrüchte um bis zu 14 Prozent unter den Fünfjahresdurchschnitt fielen. Die EU-Maisernte steuert auf das kleinste Ergebnis seit 2007 zu, während allein eine Hitzewelle im Juni die europäischen Getreideernteschätzungen um schätzungsweise 2 Milliarden Euro schrumpfen ließ.joint-research-centre.europa+2
Die Weizenpreise sind nun um rund 25 Prozent über ihr Niveau von Januar 2026 gestiegen und haben laut dem International Food Policy Research Institute ihren höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Die Rally beschleunigte sich nach Mai, als USDA-Prognosen für die kleinste US-Weizenernte seit 1972 die Futures erstmals an ihr tägliches Limit trieben.cmegroup+1
Der offizielle Marktbericht der CME Group stellte fest, dass Weizen-Futures "als Haupttreiber hervortraten und aufgrund erneuter Angriffe auf die Hafeninfrastruktur im Schwarzen Meer sowie ungünstiger Aussaatbedingungen für Winterweizen kräftig anzogen". Die Spannungen im Nahen Osten haben ein weiteres Risikoelement hinzugefügt, indem sie die Energiekosten in die Höhe trieben, die wiederum in die Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel einfließen. Da mehrere Lieferunterbrechungen keine Anzeichen einer Lösung zeigen, rechnen Analysten damit, dass die Getreidemärkte mit Blick auf die Herbstaussaat auf der Nordhalbkugel unter anhaltendem Druck bleiben werden.agrolatam+1