Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

ndtvtechscurrent+1digitaleconomy.stanfordWährend künstliche Intelligenz die weltweiten Industrien grundlegend verändert, erwartet die Mehrheit der führenden Ökonomen nicht, dass die Expansion dieser Technologie zu einer breiten Schaffung von Arbeitsplätzen führen wird. Dies geht aus einem neuen Bericht des Weltwirtschaftsforums hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
Der Chief Economists' Outlook des WEF, der auf einer Umfrage vom August basiert, ergab, dass 61% der Ökonomen nicht damit rechnen, dass Investitionen in Rechenzentren weltweit eine große Anzahl an Arbeitsplätzen schaffen werden. Dies steht im Kontrast dazu, dass 97% eine zunehmende KI-Nutzung im kommenden Jahr erwarten und 78% davon ausgehen, dass Ausgaben für Rechenzentren zum globalen Wachstum beitragen werden. Der Bericht wurde während der Sustainable Development Impact Meetings des WEF in New York vorgestellt, die vom 21. bis 24. September stattfinden.ndtv
Die Ergebnisse fallen in eine Zeit zunehmender Belege dafür, dass KI die Arbeitsmärkte ungleichmäßig transformiert. Daten der Personalberatung Challenger, Gray & Christmas zeigen, dass KI fünf Monate in Folge bis Juli 2026 der am häufigsten genannte Grund für Stellenstreichungen in den USA war. Bis Juni nannten Arbeitgeber KI in mehr als 101.000 Ankündigungen von Stellenstreichungen, fast doppelt so viele wie die 54.836, die im gesamten Jahr 2025 auf KI zurückgeführt wurden.challengergray+3
Die Belastung trifft vor allem jüngere Arbeitnehmer. Eine aktualisierte Studie der Stanford University vom August ergab, dass die Beschäftigung von Arbeitnehmern im Alter von 22 bis 25 Jahren in stark KI-exponierten Berufen nun etwa 19% unter dem Niveau liegt, das sie bei einer Entwicklung analog zu weniger betroffenen Berufen erreicht hätte, ein Anstieg gegenüber 15% im Vorjahr. Die Federal Reserve Bank of Dallas, die denselben Zeitraum analysierte, stellte fest, dass der Rückgang primär auf eine geringere Neueinstellungstätigkeit statt auf vermehrte Entlassungen zurückzuführen ist.dallasfed+1
Die WEF-Umfrage zeichnet ein breiteres Bild wirtschaftlicher Anspannung. Etwa 88% der Ökonomen erwarten steigende Lebensmittelpreise, 83% rechnen mit höheren Stromkosten und die Mehrheit geht davon aus, dass die Realeinkommen in den meisten Regionen sinken oder stagnieren werden. Nur 28% erwarten, dass staatliche fiskalische Unterstützung eine ähnlich stabilisierende Rolle spielen wird wie während der Krisen seit 2020, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 69%, die diese Unterstützung noch als Puffer für jüngste Schocks bewerteten.ndtv
In bestimmten Sektoren zeigen sich erste Anzeichen einer Erholung. Eine Analyse von Investopedia ergab, dass die Stellenausschreibungen für Softwareentwicklung seit Februar 2025 um etwa 21% gestiegen sind, obwohl sie weiterhin rund 23% unter dem Vor-Pandemie-Niveau liegen und sich der Aufschwung auf Senior-Positionen konzentriert.investopedia
Das Spannungsfeld zwischen KI-getriebenen Produktivitätsgewinnen und dem Wegfall von Arbeitsplätzen hat die Aufmerksamkeit von Institutionen geweckt. Das American Enterprise Institute und das Urban Institute haben im Juni eine überparteiliche Kommission für KI und die Zukunft der amerikanischen Arbeitswelt ins Leben gerufen, um Szenarien für die Auswirkungen auf die Beschäftigung zu entwerfen und politische Antworten vorzuschlagen.nationalaffairs
Wie Brent Orrell, Co-Direktor der Kommission, in National Affairs schrieb: "Die Planung für negative Ergebnisse muss nicht warten, bis wir uns über den Nettoeffekt von KI sicher sind".nationalaffairs