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dw.com.afp.com+1.fitchratings.com+1.Frankreich zahlt derzeit den höchsten Aufschlag gegenüber Deutschland für Kredite seit der Euro-Schuldenkrise. Die Regierung verspricht zudem neue Gelder, um wochenlange Proteste zu beruhigen, was Zweifel daran aufkommen lässt, wie lange die Staatsfinanzen dies aushalten können. Die zusätzliche Rendite französischer 10-Jahres-Anleihen gegenüber deutschen liegt nun bei fast 1,6 Prozentpunkten, dem höchsten Stand seit der Finanzkrise, berichtete die Deutsche Welle. Seit Juni hat sich dieser Wert mehr als verdoppelt. Der Druck wächst, während Gewerkschaften und Studenten den Druck auf die Minderheitsregierung von Präsident Emmanuel Macron aufrechterhalten und Ratingagenturen zunehmend vorsichtig werden.dw.com ## Zugeständnisse, die sich Frankreich vielleicht nicht leisten kann Die Regierung plant 4 Milliarden Euro an zinsgünstigen Darlehen für die Schulsanierung bis 2030 und weitere 1 Milliarde Euro für Universitäten bis 2029. DW merkte an, dies bedeute, Geld zu versprechen, "das der Staat schlicht nicht hat". Weitere Angebote umfassen die Abschaffung der Zulassungsplattform Parcoursup, die Schaffung von 15 000 neuen Studienplätzen und eine Obergrenze von 28 Schülern in einigen Klassen der Sekundarstufe, berichtete MoneyWeek.moneyweek.com+1 Die Zugeständnisse haben die Unruhen nicht beendet. Am Donnerstag, dem 5. November, zählte das Innenministerium landesweit 575 000 Demonstranten, während die Gewerkschaft CGT die Zahl auf 1,6 Millionen bezifferte. Das Ministerium meldete zudem 448 Festnahmen, berichtete AFP. Der Streik fand einen Tag nach der Ablehnung des ersten Teils des Haushaltsgesetzes für 2027 durch das Parlament statt, berichtete Euronews.afp.com+1 ## Wachsender Druck auf Ratings Am 30. Oktober behielt Fitch das Rating für Frankreich bei A+ bei, änderte jedoch den Ausblick von stabil auf negativ. Die Agentur verwies auf "schwächeres Wachstum, höhere Kreditkosten und ein größeres Defizit" und erklärte, dass Proteste "den sozialen Kontext für die Haushaltskonsolidierung weiter verkomplizieren", so die Stellungnahme von Fitch. Moody's behielt sein Aa3-Rating mit negativem Ausblick bei, berichtete CNBC. S&P wird Frankreich am 27. November überprüfen, merkte Natixis an.cnbc.com+2 Ende Oktober erreichte die 10-Jahres-Rendite 5,14 Prozent, den höchsten Stand seit 2002, bevor sie nach der Entscheidung von Fitch wieder leicht nachgab, so Yahoo Finance.uk.finance.yahoo.com ## Begrenzter fiskalischer Spielraum Die gesamten Zinskosten werden in diesem Jahr voraussichtlich 79 Milliarden Euro und 2027 91 Milliarden Euro übersteigen und könnten bis 2030 zwischen 125 und 132 Milliarden Euro erreichen, berichtete DW. Die Staatsverschuldung liegt bei etwa 120 Prozent des BIP. J.P. Morgan Asset Management erklärte, es sei "zu früh, um französische Vermögenswerte zu kaufen". Sie verwiesen auf den ausstehenden Haushalt, die Unruhen und die Präsidentschaftswahl im April 2027, hielten eine breitere Schuldenkrise im Euroraum jedoch für unwahrscheinlich, schrieb J.P. Morgan.am.jpmorgan.com+1 Der ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann bezeichnete den Spread als "Fieberthermometer" für die Anleihemärkte. Er warnte, dass bei einem zu starken Anstieg "Banken in Schwierigkeiten geraten und die Krise weiter eskaliert", sagte er gegenüber DW.dw.com