Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

businessday+1phys+1businessdayTechnologieunternehmen stießen im Jahr 2024 operativ 301 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus. Dies entspricht einem Anstieg von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, da der rasche Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz die Klimaverpflichtungen des Sektors weiterhin übertrifft. Dies geht aus einem neuen Bericht der Vereinten Nationen hervor, der diese Woche veröffentlicht wurde.itu+1
Der Bericht „Greening Digital Companies 2026“, die fünfte Ausgabe einer gemeinsamen Bewertung der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und der World Benchmarking Alliance, wurde am 2. September auf dem World Telecommunication/ICT Policy Forum vorgestellt. Er überwacht Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch und Klimazusagen von 200 führenden Digitalunternehmen weltweit.businessday+1
Dem Bericht zufolge stiegen die operativen Emissionen von vier großen KI- und Cloud-Computing-Anbietern bis 2024 auf bis zu 239 Prozent ihres Niveaus von 2020. Dies spiegelt die enormen Rechenkapazitäten und den hohen Strombedarf wider, die für das Training und den Betrieb von KI-Systemen erforderlich sind. Im Gegensatz dazu senkten 14 große Telekommunikationsbetreiber ihre Emissionen im selben Zeitraum um 11 Prozent, was auf eine sich vergrößernde Klimakluft innerhalb der digitalen Wirtschaft hindeutet.phys+1
Die 301 Millionen Tonnen an Scope-1- und Scope-2-Emissionen machten im Jahr 2024 etwa 0,8 Prozent der weltweiten energiebedingten Emissionen aus. Unter den Unternehmen, die Scope-3-Emissionen offenlegten, welche Lieferketten, Geräteherstellung und die Endnutzung von Produkten abdecken, machten diese indirekten Emissionen 76 Prozent ihres gesamten CO2-Fußabdrucks aus.businessday
„Obwohl digitale Technologien ein immenses Potenzial für den Klimaschutz bieten, können ihr steigender Energiebedarf und ihre Emissionen nicht ignoriert werden“, sagte ITU-Generalsekretärin Doreen Bogdan-Martin.japantimes+1
Insgesamt 163 Unternehmen legten ihren Stromverbrauch für 2024 offen und meldeten einen Gesamtverbrauch von 494 Terawattstunden, was etwa 1,7 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs entspricht. Allein auf zehn Unternehmen entfielen 54 Prozent dieser Summe. Obwohl der Sektor zu den weltweit größten Unternehmenskäufern von erneuerbarem Strom gehört, gaben nur 25 der 200 Unternehmen an, 100 Prozent Ökostrom zu beziehen.businessday
Die Lücke zwischen Zusagen und Umsetzung bleibt groß. Zwar hatten 151 Unternehmen kurzfristige Emissionsreduzierungsziele festgelegt, jedoch lagen laut Bewertung nur 85 auf Kurs, und nur 81 Unternehmen, das entspricht 41 Prozent, verfügten über umfassende Klimatransitionspläne.businessday
Die Ergebnisse kommen zu einer Zeit, in der große Tech-Konzerne wegen der Emissionen im Zusammenhang mit der KI-Expansion zunehmend unter Beobachtung stehen. Google Alphabet Inc. warnte Anfang des Jahres, dass seine Klimaziele „immer schwerer erreichbar“ würden, und meldete einen Emissionsanstieg von 82 Prozent seit 2020. Amazon Amazon.com, Inc. verzeichnete einen Anstieg der strombedingten Emissionen um 34 Prozent innerhalb eines einzigen Jahres.dw
Gerbrand Haverkamp, Exekutivdirektor der World Benchmarking Alliance, betonte, dass die Branche über den eigenen Betrieb hinausblicken müsse. „Der Elektroniksektor, der viele Vorleistungen für die digitale Infrastruktur liefert, macht 53 Prozent der gemeldeten Emissionen über alle drei Teilsektoren hinweg aus“, sagte er.businessday