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complex+2.usnews+2.abc.Der Grammy-nominierte Sänger Teddy Swims erntet Kritik, nachdem er enthüllte, dass er Werkzeuge der künstlichen Intelligenz in seinen Songwriting-Prozess einbezieht. Dies facht die Spannungen über die Rolle der KI in einer Branche neu an, die bereits mit dem rasanten technologischen Fortschritt zu kämpfen hat.
Im Oktober auf dem SXSW Sydney beschrieb der "Lose Control"-Sänger KI als "wirklich erstaunlich" und "super hilfreich". Er erklärte, wie seine Produzenten die Technologie nutzen, um Texte aus der Ferne anzupassen und Songs über verschiedene Genres hinweg neu zu interpretieren, ohne monatelange traditionelle Studioarbeit. "Anstatt dass ich ins Studio gehe, die Zeile 15 Mal singe und diese Zeit, das Geld und die Mühe investiere, konnte er tatsächlich reingehen und einfach das Wort ändern", sagte Swims dem Publikum.complex+3
Doch das Geständnis, das diese Woche weithin wieder auftauchte, hat online eine Gegenreaktion ausgelöst, während Musiker weltweit gegen das Eindringen von KI in ihre Lebensgrundlage protestieren. Die Kontroverse entsteht zu einer Zeit, in der Breaking Rust – ein vollständig KI-generierter Country-Künstler – Mitte November mit "Walk My Walk" die Billboard Country Digital Song Sales Charts anführte. Später stellte sich heraus, dass der Titel ohne dessen Wissen auf dem Gesangsstil des echten Künstlers Blanco Brown basierte.yahoo+3
Swims' Kommentare kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt für das Musikgeschäft. Die großen Labels Universal Music Group, Warner Music Group und Sony Music Entertainment haben kürzlich Urheberrechtsklagen gegen die KI-Plattformen Suno und Udio beigelegt und Lizenzvereinbarungen getroffen, die es Nutzern ab 2026 ermöglichen werden, die Musik etablierter Künstler zu remixen. Die Vereinbarungen markieren einen Wandel von Rechtsstreitigkeiten hin zur Zusammenarbeit, erfordern jedoch, dass Künstler zustimmen und die Kontrolle darüber behalten, wie ihre Stimmen und ihr Erscheinungsbild verwendet werden.reuters+3
Unterdessen veröffentlichen über 1.000 Musiker, darunter Paul McCartney, Kate Bush und Damon Albarn, im Dezember ein stilles Protestalbum. Sie wenden sich gegen Änderungen des britischen Urheberrechts, die es KI-Unternehmen erlauben würden, ihre Modelle ohne Lizenzen mit urheberrechtlich geschützten Werken zu trainieren. McCartneys Beitrag – eine Aufnahme eines leeren Studios – soll "die Auswirkungen auf die Lebensgrundlage von Künstlern und Musikprofis" verdeutlichen, falls der Schutz versagt.relix+2
Swims erkannte die dunkle Seite der KI an und berichtete von seiner Frustration, nachdem er entdeckt hatte, dass jemand einen KI-generierten Song mit seiner Stimme erstellt hatte. Als er einen Refrain aus dem Titel verwenden wollte, erfuhr er, dass der KI-Ersteller – nicht Swims – das Urheberrecht besaß. "Man müsste mit ihm verhandeln, um meine eigene Stimme in einem Song zu verwenden, den ich scheinbar selbst erschaffen habe", sagte er. "Das klingt einfach lächerlich".abc
Sein Manager Luke Conway betonte, dass täglich Tausende von KI-generierten Teddy-Swims-Songs auf YouTube auftauchen, und argumentierte, dass diese nicht die gleichen Tantiemen wie authentische Künstler erhalten sollten. Dennoch hat Swims' eigene Nutzung von KI-Werkzeugen Vergleiche zu denjenigen gezogen, die er kritisiert, wobei Nutzer in den sozialen Medien auf den Widerspruch hinwiesen.reddit+1
Die Gegenreaktion unterstreicht breitere Ängste, da eine Deezer-Studie ergab, dass 97 % der Hörer KI-generierte Musik nicht von von Menschen geschaffenen Titeln unterscheiden können. Für Künstler wie den Musiker Mark Henry Phillips bedroht die Technologie sowohl die Lebensgrundlage als auch die Identität. "Meine besondere Fähigkeit ist einfach nicht mehr so besonders", sagte Phillips in einem kürzlichen Interview. "Aus musikalischer und wirtschaftlicher Sicht hat mich die KI einfach geschlagen".dw+1