Evolutionsbiologie

Größter Genom-Vergleich aller Zeiten kartiert Evolution entlang irreversibler Autobahnen

Forscher an der Universität Wien haben den bisher größten Vergleich von Tiergenomen auf Chromosomenebene durchgeführt und dabei enthüllt, dass die Evolution der DNA-Architektur von Tieren eher einem begrenzten Satz von einspurigen "evolutionären Autobahnen" folgt, als sich zufällig zu verändern. Die…

Erstes vollständiges Vogelgenom enthüllt Tausende versteckte Singvogelgene

Forscher der Rockefeller University haben die erste vollständige Genom-Assemblierung des Zebrafinken erstellt, dabei 2 710 bisher unbekannte Gene aufgedeckt und das bisher genaueste Vogelgenom geliefert. Der Erfolg, der am 6. August in Cell veröffentlicht wurde, schließt langjährige Lücken in der…

Wissenschaftler bestätigen Darwins 150 Jahre alte Theorie über fleischfressende Pflanzen

Mehr als 150 Jahre nachdem Charles Darwin die Hypothese aufgestellt hatte, dass Pflanzen der Gattung Saxifraga fleischfressend seien, hat ein internationales Forscherteam ihm recht gegeben. Eine am Dienstag in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt, dass Saxifraga candelabrum, eine…

Studie: Nicht der Stirnlappen, sondern das Sehvermögen trieb die Evolution des Primatenhirns

Eine neue Studie, die am Donnerstag in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde, widerlegt eine lang gehegte Annahme darüber, wie Primaten, einschließlich des Menschen, zu so großen und komplexen Gehirnen kamen. Anstatt einer unabhängigen Ausdehnung des Stirnlappens, der Region, die am…

Studie: Leben auf der Erde ist möglicherweise zweimal entstanden

Die ersten freilebenden Zellen auf der Erde sind möglicherweise nicht in einem einzigen Ereignis entstanden. Stattdessen scheinen Bakterien und Archaeen, die beiden ursprünglichen Linien des Lebens, die Schwelle von der nicht-lebenden Chemie zu lebenden Organismen unabhängig voneinander überschritten zu haben.…

Neandertaler-Genvariante mit mehr Muskelmasse bei modernen Menschen verknüpft

Eine Neandertaler-Version des Wachstumshormonrezeptors führt dazu, dass Zellen auf Wachstumshormone etwa 40 Prozent stärker reagieren, und ist bei heutigen Menschen mit einer größeren Muskelmasse verbunden. Dies geht aus einer am Mittwoch in *Current Biology* veröffentlichten Studie hervor.

Studie: Menschliches Gehirnwachstum durch Zufall statt natürlicher Selektion angetrieben

Eine neue, am Montag in Nature Communications veröffentlichte Studie stellt eine der tief verwurzelten Annahmen der Paläoanthropologie in Frage: dass die stetige Vergrößerung des menschlichen Gehirns über zwei Millionen Jahre hinweg durch natürliche Selektion zugunsten höherer Intelligenz vorangetrieben wurde. Stattdessen…

Fossile Babys widerlegen 150 Jahre alte Theorie darüber, wie Tiere erstmals das Land erreichten

Seit 150 Jahren gingen Wissenschaftler davon aus, dass die ersten Wirbeltiere, die die Meere verließen, auf ihrem Weg zum Leben an Land ein kaulquappenähnliches Stadium durchliefen. Eine am Donnerstag in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Studie widerlegt diese Erzählung und zeigt,…

Oxford-Studie verbindet antike Genduplikationen mit der Gehirnevolution

Zwei vollständige Genomduplikationsereignisse, die vor etwa 520 und 500 Millionen Jahren stattfanden, lieferten das genetische Rohmaterial, das es Wirbeltieren ermöglichte, ihre komplexen Gehirne zu entwickeln, so eine am Mittwoch in Nature veröffentlichte Forschung.

Studie zeigt: Riesenviren halfen beim Aufbau der ersten komplexen Zellen

Jahrzehntelang wurde die Geschichte, wie komplexes Leben auf der Erde entstand, als Partnerschaft zwischen zwei Mikroorganismen erzählt: einem Archaeon, das als Wirt diente, und einem Bakterium, das zum Mitochondrium wurde. Eine am Mittwoch in Nature veröffentlichte Studie stellt diese Erzählung…