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timesevere-weathergulfnews+1Eine massive Hitzekuppel baut sich zum Ende des Septembers über Europa auf und bringt ungewöhnlich hohe Temperaturen, die laut Prognosen bis in den frühen Oktober anhalten werden. Dies geschieht genau zu dem Zeitpunkt, an dem eine neue Studie quantifiziert, wie Treibhausgasemissionen seit dem Pariser Abkommen von 2015 die Hitzewellen auf dem Kontinent bereits messbar verschlimmert haben.
Das späte Hitzeereignis, das durch einen blockierenden Hochdruckrücken verursacht wird, der sich von Nordafrika und dem Mittelmeerraum nach Norden erstreckt, treibt die Temperaturanomalien in West-, Mittel- und Nordeuropa auf 8 bis 12°C über die langfristigen Durchschnittswerte. Die Temperaturen in Zentral- und Südspanien sowie Portugal sollen über das Wochenende 35°C überschreiten, wobei Spitzenwerte in einigen Gebieten nahe 40°C liegen. In Süd- und Mittelfrankreich könnten die Werte Mitte 30 erreichen, während für Nordfrankreich und die Benelux-Staaten Werte um die 30 Grad erwartet werden.severe-weather
Es wird erwartet, dass sich das Muster bis Anfang Oktober weiter nach Skandinavien ausdehnt, wobei die stärksten Anomalien über Schweden und Finnland liegen werden. Die Hitzekuppel ist die jüngste in einer Reihe extremer Hitzeereignisse, die Europa im Jahr 2026 heimgesucht haben – ein Sommer, den die Deutsche Welle als den heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen auf dem Kontinent bezeichnete. Allein in Deutschland wurden bis Ende August schätzungsweise 16 300 hitzebedingte Todesfälle verzeichnet, und vorläufige Zahlen der europäischen Überwachungsplattform EuroMOMO beziffern die kontinentweiten zusätzlichen Todesfälle während der schlimmsten Wochen des Sommers auf über 30 000.dw+2
Eine am 22. September in Geophysical Research Letters veröffentlichte Studie ergab, dass die Treibhausgase, die allein in dem Jahrzehnt seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens ausgestoßen wurden, die jüngsten Hitzewellen in Europa intensiviert haben. Forscher der Stanford Doerr School of Sustainability entwickelten ein generatives KI-Modell, das mit Daten aus 10 globalen Klimamodellen trainiert wurde, um zu simulieren, wie sich einzelne Hitzewellen unter den niedrigeren Emissionsniveaus von 2015 entwickelt hätten.time+1
"Wir haben festgestellt, dass die Emissionen seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens im Jahr 2015 die Intensität der jüngsten einzelnen Hitzewellen in Europa wesentlich und signifikant erhöht haben", sagte Hauptautor Jared Trok, Doktorand der Erdsystemwissenschaften in Stanford. Das Team schätzte, dass die Hitzewelle im Juni 2025 in ganz Europa etwa 0,34°C heißer war, als sie ohne die Emissionen nach 2015 gewesen wäre.sciencemediacentre+1
Dieser Bruchteil eines Grades hat enorme Auswirkungen. "Es gibt eine große Anzahl wissenschaftlicher Literatur, die darauf hindeutet, dass selbst kleine Temperaturerhöhungen an einem heißen Tag unverhältnismäßig große Schäden durch diese Hitzewellen verursachen können", so Trok.time
Der Co-Autor der Studie, Stanford-Professor Noah Diffenbaugh, betonte, dass die klimatischen Auswirkungen der bereits freigesetzten Emissionen nun festgeschrieben sind. "Selbst im Kontext der optimistischsten und ehrgeizigsten Zukunft für Emissionsreduzierungen gibt es eine weitere Intensivierung von Extremen, die im Grunde bereits festgelegt ist", sagte er. Das Science Media Centre in Spanien merkte an, dass die Methodik auch den Weg für rechtliche Ansprüche bei klimabedingten wirtschaftlichen Verlusten und Todesfällen ebnen könnte, indem spezifische extreme Ereignisse identifizierbaren Anteilen globaler Emissionen zugeschrieben werden.sciencemediacentre+1