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morningstar+1coralreefwatch.noaaglobalissuesDer menschengemachte Klimawandel und nicht El Nino war laut einer am Mittwoch in der Fachzeitschrift Oceanography veröffentlichten Studie die primäre Kraft hinter jedem globalen Korallenbleichereignis der letzten vier Jahrzehnte.morningstar+1
Die von Climate Central geleitete Studie ergab, dass keines der grossen Bleichereignisse seit 1985 ohne die durch fossile Brennstoffemissionen angetriebene Meereserwärmung ein globales Ausmass erreicht hätte. El Nino, lange Zeit als Katalysator für das Massensterben von Korallen angesehen, wirkt lediglich als Auslöser auf einer Basis menschengemachter Hitze, die Riffe bereits an ihre Grenzen gebracht hat.globalissues+1
Die Forscher analysierten Bleichereignisse in den Jahren 1998, 2010, 2014 bis 2017 sowie das laufende Ereignis, das 2023 begann. Für jedes Einzelne war der Klimawandel notwendig, um die Meerestemperaturen über die Bleichrisikoschwellen zu treiben. Während des Ereignisses von 2018 bis 2025 ergab die Analyse, dass es ohne die menschengemachte Erwärmung "im Wesentlichen keine Korallenbleiche und gewiss kein Ereignis von globalem Ausmass" gegeben hätte. Von den 71 Regionen, in denen in diesem Zeitraum Bleichen beobachtet wurden, hätte in einer Welt ohne Klimawandel nur eine einzige ein auch nur mässiges Bleichrisiko gehabt.morningstar
Andrew Pershing, der die Klimaforschung von Climate Central leitet und Hauptautor war, erklärte, die Forschung zeige, dass Korallenbleichen ohne den Klimawandel selten und isoliert auftreten würden.climatecentral+1
Die Studie prognostiziert, dass die menschengemachte Erwärmung bis 2028 in jeder Korallenriffregion weltweit den Einfluss von El Nino übertreffen wird. Das Ergebnis unterstreicht die sich beschleunigende Natur der Bedrohung: Riffe sind in El-Nino-Jahren nicht mehr nur anfällig, sondern sind unabhängig von natürlichen Klimazyklen chronischem Hitzestress ausgesetzt.globalissues
Die Forschung kommt inmitten des vierten aufgezeichneten globalen Korallenbleichereignisses. Seit Januar 2023 hat Hitzestress auf Bleicheniveau laut NOAA Coral Reef Watch etwa 84 Prozent der weltweiten Korallenriffgebiete betroffen, wobei Massenbleichen in mindestens 83 Ländern und Gebieten dokumentiert wurden.coralreefwatch.noaa
Die Studie ergänzt die wachsenden Belege dafür, dass Korallenriff-Ökosysteme ohne sofortige Emissionsreduktionen vor einer existenziellen Krise stehen. Wissenschaftler schätzen, dass in den letzten Jahrzehnten bereits 30 bis 50 Prozent der Korallenriffe verloren gegangen sind, und das aktuelle, lang anhaltende Bleichereignis wirft Bedenken auf, ob sich viele Riffe vor dem Eintreffen der nächsten Hitzewelle erholen können.theconversation
"Diese Forschung ergänzt die Belege dafür, dass Korallenriffe weltweit trotz ihrer Fähigkeit, sich an wärmere Bedingungen anzupassen, einem steigenden Risiko ausgesetzt sind", so die Forscher.morningstar