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reuterswsjreutersSemiconductor Manufacturing International Corp, Chinas größter Auftragsfertiger von Halbleitern, gab am Donnerstag bekannt, dass sich der Gewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht hat. Damit wurden die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen, da die Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz weiter stark ansteigt.
Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn belief sich laut Reuters auf 479,2 Millionen US-Dollar, was fast dem Doppelten der durchschnittlichen Analystenschätzung von 253,4 Millionen US-Dollar entspricht, die von LSEG zusammengestellt wurde. Der Umsatz stieg um 36 % auf über 3 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die von Analysten prognostizierten 2,8 Milliarden US-Dollar.reuters+1
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie künstliche Intelligenz die Halbleiternachfrage entlang der gesamten Lieferkette verändert. Davon profitieren nicht nur Hersteller von Spitzenchips, sondern auch Auftragsfertiger, die auf etablierte Fertigungsverfahren spezialisiert sind. The Wall Street Journal News Corp berichtete, dass Branchen außerhalb des KI-Sektors vor einem kritischen Mangel an Halbleitern stehen, da globale Auftragsfertiger ihre Kapazitäten für KI-Anforderungen priorisieren. Dies veranlasst internationale und chinesische Kunden dazu, Aufträge für ausgereifte Fertigungsprozesse nach China zu verlagern.wsj
SMIC erklärte in einer Mitteilung an die Börse, dass KI auch in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 für eine starke Chipnachfrage sorgen werde. Das Unternehmen fügte hinzu, dass es bestehende Kapazitäten anpassen und den Hochlauf neuer Produktionslinien beschleunigen werde, um branchenweite Lieferengpässe zu lindern.thestandard+1
Das starke Quartal des Unternehmens spiegelt einen breiteren Trend wider: Die Bestellungen für ältere und spezialisierte Chips, die die KI-Infrastruktur unterstützen, von der Energieverwaltung bis hin zu Konnektivitätskomponenten, steigen drastisch an. Da die Kapazitäten für fortschrittliche Fertigungsknoten weltweit knapp bleiben, haben sich Auftragsfertiger wie SMIC mit ihren ausgereiften Verfahren als Hauptnutznießer dieser Zusatznachfrage etabliert.
Die Ergebnisse fallen in eine Zeit anhaltender US-Beschränkungen für Chinas Zugang zu moderner Ausrüstung für die Chipherstellung. Diese Einschränkungen haben SMIC dazu veranlasst, die Produktion mit der bestehenden Technologie zu maximieren. Trotz dieser Beschränkungen deuten das Umsatzwachstum und die Gewinnspannen des Unternehmens darauf hin, dass es eine profitable Nische gefunden hat: Es bedient Kunden, die unter den durch den KI-Ausbau verursachten globalen Kapazitätsengpässen leiden.