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reutersstandard+1standard+1Ein Richter am Londoner High Court entschied am Dienstag, dass Prinz Harry und sechs weitere prominente Kläger ihre Vorwürfe der rechtswidrigen Informationsbeschaffung gegen Associated Newspapers Limited, den Herausgeber der Daily Mail, nicht beweisen konnten. Diese Entscheidung markiert das Ende des jahrelangen Rechtsstreits des Herzogs gegen britische Boulevardmedien.
Richter Mr. Justice Matthew Nicklin verkündete sein schriftliches Urteil um 13 Uhr GMT und kam laut Reuters zu dem Schluss, dass keiner der Kläger seine Ansprüche untermauern konnte. Die Kläger – darunter Sir Elton John, sein Ehemann David Furnish, die Schauspielerinnen Elizabeth Hurley und Sadie Frost, die Aktivistin für Rassengerechtigkeit Baroness Doreen Lawrence und der ehemalige Politiker Sir Simon Hughes – hatten behauptet, der Herausgeber habe Telefon-Hacking, Abhörmaßnahmen und andere illegale Methoden angewandt, um private Informationen für Artikel zu sammeln, die zwischen den 1990er Jahren und 2011 veröffentlicht wurden.reuters+2
Der Fall folgte auf einen elfwöchigen Prozess, der im Januar 2026 begann und Ende März endete, wobei die kombinierten Prozesskosten für alle Parteien auf über 38 Millionen Pfund geschätzt wurden. Harry, der für die Urteilsverkündung in London anwesend war, hatte während des Prozesses persönlich ausgesagt.reuters+3
Die Niederlage ist ein Rückschlag für die vom Herzog von Sussex selbst erklärte Mission, die britische Presse zu reformieren. Es ist der letzte seiner Reihe von Rechtsstreitigkeiten, mit denen er die Praktiken der Boulevardpresse vor britischen Gerichten herausforderte. Harry gewann zuvor 2023 ein Urteil gegen die Herausgeber des Daily Mirror wegen Telefon-Hackings, und letztes Jahr gab Rupert Murdochs News Group Newspapers eine Entschuldigung ab und stimmte der Zahlung von Schadensersatz zu, um eine separate Klage wegen Verletzung der Privatsphäre beizulegen.standard+2
Associated Newspapers hatte während des gesamten Verfahrens alle Vorwürfe zurückgewiesen und die Anschuldigungen als "absurd" bezeichnet. Da das Urteil gegen die Kläger ausfiel, steht Harry nun vor der Aussicht, einen Teil der Prozesskosten des Herausgebers zu tragen.pbs+1
Der Herzog sollte bei einer Veranstaltung der Invictus Games in London erscheinen, genau als das Urteil veröffentlicht wurde. Ob Harry gegen die Entscheidung Berufung einlegen wird, bleibt unklar, aber das Urteil schließt eine vierjährige juristische Saga ab, seit die Klagen erstmals im Oktober 2022 eingereicht wurden.telegraph+2