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marketscreener+1fxstreetmarketscreener+1Die OPEC hat am Mittwoch ihre Prognose für das globale Ölnachfragewachstum im Jahr 2026 von 780.000 auf 580.000 Barrel pro Tag (bpd) gesenkt. Dies ist die vierte Abwärtskorrektur in Folge, da die festgefahrenen Verhandlungen über die Straße von Hormus die Aussichten für die weltweiten Energiemärkte weiterhin belasten.marketscreener+1
Die im Monatsbericht der Organisation für August veröffentlichte Korrektur erfolgte am selben Tag, an dem die Internationale Energieagentur (IEA) eine noch pessimistischere Einschätzung abgab. Die IEA prognostiziert für dieses Jahr einen Rückgang der weltweiten Ölnachfrage um 1,6 Millionen bpd, was einem um 510.000 bpd stärkeren Einbruch entspricht als zuvor geschätzt, da die hohen Kraftstoffpreise den Konsum zusätzlich dämpfen.fxstreet
Die OPEC und die IEA liegen mit ihren Einschätzungen weiterhin weit auseinander. Während die OPEC für 2026 noch mit einem moderaten Nachfragewachstum rechnet, prognostiziert die IEA einen regelrechten Rückgang. Dies spiegelt die weitreichenden Störungen wider, die durch den anhaltenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran verursacht werden. Laut IEA wird das weltweite Ölangebot voraussichtlich um durchschnittlich 4,3 Millionen bpd auf rund 102 Millionen bpd sinken. Für das kommende Jahr prognostiziert die Agentur jedoch eine Erholung des Angebots um 8,3 Millionen bpd auf 110,3 Millionen bpd, da sie von einer Wiederöffnung der Straße von Hormus ausgeht.fxstreet
Die OPEC wiederum hob ihre Prognose für das Nachfragewachstum im Jahr 2027 von 1,94 Millionen bpd auf 2,16 Millionen bpd an. Dies signalisiert Zuversicht, dass sich der Verbrauch erholen wird, sobald sich die Schifffahrtswege normalisieren.wsj+1
Die Abwärtskorrekturen sind größtenteils auf das Scheitern einer Einigung über die Wiederöffnung der Straße von Hormus zurückzuführen, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Wie das Wall Street Journal von News Corp berichtet, verlängern die ins Stocken geratenen Verhandlungen über die Freigabe der Wasserstraße sowie die anhaltenden Risiken im Roten Meer die Unterbrechungen der weltweiten Lieferketten.wsj
Die IEA warnte, dass die bisher verfügbaren Lagerbestände rasch schrumpfen und die Dringlichkeit einer Wiederöffnung der Meerenge zugenommen habe. Die Ölpreise sind in den letzten Wochen kräftig gestiegen, wobei die Sorte Brent in den vergangenen fünf Handelstagen um mehr als 13 Prozent zulegte.marketscreener+1
Die IEA geht davon aus, dass die Nachfrage bis zur Jahresmitte schrumpfen wird, bevor sie im letzten Quartal wieder um 580.000 bpd wächst. Sie prognostiziert, dass der Markt gegen Ende des Jahres wieder einen Überschuss aufweisen wird, mahnte jedoch zur Vorsicht, da die Risiken erheblich bleiben. Beobachter verfolgen aufmerksam die indirekten Kontakte zwischen den USA und dem Iran sowie die Behauptung Pakistans, dass eine Einigung kurz bevorstehe, auch wenn sowohl Washington als auch Teheran ihre Verhandlungspositionen verhärtet haben.marketscreener+1