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iea+1euronews+1thestatesmanDie Kraftstoffpreise in Europa sind diese Woche erneut gestiegen, da der anhaltende Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran die weltweite Energieversorgung weiter einschränkt. Die Internationale Energieagentur spricht von der "größten Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarktes".iea+1
Der Rohölpreis kletterte am Dienstag auf über 100 Dollar pro Barrel, nachdem iranische Angriffe den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus auf weniger als 20 Schiffe pro Tag reduziert haben. Vor Kriegsbeginn flossen dort täglich etwa 20 Millionen Barrel Rohöl und Erdölprodukte. Gleichzeitige Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen stören zudem die Schifffahrt durch die Bab-el-Mandeb-Straße und blockieren damit eine wichtige Ausweichroute zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden.euronews
Die Niederlande meldeten am Dienstag mit 2,43 Euro pro Liter die höchsten Benzinpreise Europas, gefolgt von Dänemark mit 2,35 Euro und Finnland mit 2,32 Euro, wie Daten von Euronews zeigen. Bei Dieselpreisen war die Lage noch angespannter: Dänemark führte die Liste mit 2,52 Euro pro Liter an, gefolgt von Frankreich mit 2,40 Euro und Italien mit 2,36 Euro.euronews
Die EU-weiten Durchschnittspreise sind seit Juni stark gestiegen. Diesel kostete in der Woche vom 14. September durchschnittlich 2,075 Euro pro Liter, ein Anstieg von 23 Prozent gegenüber Ende Juni, während Benzin bei durchschnittlich 1,924 Euro lag, was einem Plus von 12 Prozent entspricht.euenergyprices
Die IEA stellte fest, dass die weltweite Raffinerieproduktion im Juli 2026 fast fünf Millionen Barrel pro Tag unter dem Niveau von Juli 2025 lag, was zu Engpässen bei raffinierten Produkten führte. Direkte Drohnenangriffe auf Raffinerien in Saudi-Arabien, Kuwait und Bahrain verschärften das Problem, während anhaltende Angriffe auf die russische Raffinerieinfrastruktur durch die Ukraine wichtige Abnehmer wie die Türkei und Brasilien dazu zwangen, nach alternativen Dieselquellen zu suchen.euronews
Indiens staatliche Ölvermarktungsunternehmen – Indian Oil Corporation, Bharat Petroleum Corporation und Hindustan Petroleum Corporation – verzeichnen laut der Ratingagentur ICRA tägliche Verluste von insgesamt 530 Crore Rupien (etwa 63 Millionen Dollar). Indiens Rohölkorb erreichte am 21. September 117,4 Dollar pro Barrel, verglichen mit einem Durchschnitt von etwa 66 Dollar im Geschäftsjahr 2025 bis 2026, während die inländischen Einzelhandelspreise für Kraftstoffe unverändert blieben.thestatesman+1
In den Vereinigten Staaten erreichte die Geschäftstätigkeit im September den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Diese Expansion wird jedoch laut Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global , von "einigen der schwerwiegendsten Lieferkettenstörungen in der fast zwanzigjährigen Geschichte der Umfrage, abgesehen von der Pandemiezeit" begleitet. Die Einkaufspreise für US-Unternehmen stiegen auf den höchsten Stand seit Oktober 2022, wobei Rekord-Dieselkosten die Transportausgaben in die Höhe trieben.mezha
Experten der Europäischen Zentralbank teilten Euronews mit, dass sie für Oktober den Höhepunkt der Diesel-Raffineriemargen erwarten, während die Benzinmargen ihren Höchststand wahrscheinlich im August erreicht haben. Reuters Thomson Reuters Corporation berichtete, dass die EZB festgestellt habe, dass die Anstiege der Gaspreise die Inflation in der Eurozone schneller anheizen als während der Energiekrise 2022, obwohl die steigende Produktion erneuerbarer Energien die Stromkosten abfedern könnte.reuters+1
Die Krise zeigt kaum Anzeichen einer Entspannung. Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gerieten im August erneut in eine Sackgasse, was zu einer Wiederaufnahme der Feindseligkeiten führte. Zudem hat die Stilllegung der kritischen Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens, der wichtigsten Umgehungsstraße um die Straße von Hormus, nach einem Drohnenangriff Mitte September die Versorgung weiter verknappt.euronews+1