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tradingview+1businessupturn+1benzinga+1Brent-Rohöl stieg diese Woche auf über 100 Dollar pro Barrel, da Feindseligkeiten im Nahen Osten und der anhaltende Krieg in der Ukraine das Energieangebot verknappen. Dies hat Analysten und internationale Institutionen zu der Warnung veranlasst, dass anhaltend hohe Preise die Weltwirtschaft in Richtung Stagflation oder Rezession treiben könnten.
Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. hat seine Prognose für Brent-Öl zum Jahresende auf 90 Dollar angehoben und warnt gleichzeitig, dass die Preise 120 Dollar übersteigen könnten, falls die Produktion am Golf etwa 4 Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkriegsniveau bleibt, so das Rohstoffteam der Bank unter der Leitung von Daan Struyven. HSBC kommt in einem Szenario, in dem die Durchflussmengen durch die Straße von Hormus auf einem niedrigen Niveau bleiben, zu einer ähnlichen Einschätzung.tradingview
Das Beratungsunternehmen Wood Mackenzie hat seine Prognose für das globale BIP 2026 auf 2,5 Prozent angehoben, doch diese Projektion beruht auf einer einzigen Annahme: dass der normale Energietransport durch Hormus bald wieder aufgenommen wird. Ihr Szenario für anhaltende Störungen sieht "erschöpfte strategische Reserven, Rationierung, Preissprünge, steigende Inflation, Straffungen der Zentralbanken und einen Rückgang in den Industrieländern" vor.benzinga
Über die Rohölpreise hinaus weisen Analysten auf eine drohende Krise bei raffinierten Produkten hin. Stephen Schork, Gründer des Schork Report, warnte, dass der Krieg in der Ukraine einen großen Teil der russischen Raffineriekapazitäten ausgeschaltet habe, während Europa nicht über die Infrastruktur verfüge, um dies auszugleichen. Mit dem nahenden Winter steht die Dieselversorgung vor einer kritischen Phase.bastillepost
"Hier in den Vereinigten Staaten nähern sich die Dieselpreise sechs Dollar pro Gallone. Das ist unerhört, beispiellos", sagte Schork und fügte hinzu, dass anhaltend hohe Preise ohne neues Angebot nur eine Lösung zulassen: einen Nachfrageeinbruch, was die Wahrscheinlichkeit eines wirtschaftlichen Abschwungs "immens erhöht". David Scutt, leitender Marktanalyst bei StoneX, schloss sich der Warnung an und betonte, dass anhaltend hohe Energiekosten die Inflation anheizen, das Wachstum bremsen und die Märkte in ein stagflationäres Umfeld drängen könnten.tickernews+1
IWF-Chefin Kristalina Georgieva beschrieb den Moment als ein "Tauziehen" zwischen dem Energieschock am Golf, der das Wachstum bremst, und einem KI-Investitionsboom, der für "unerwarteten Auftrieb" sorgt. Sie warnte, dass "der Energieschock nicht vorbei ist" und verwies auf anhaltende Störungen um Hormus, die Notwendigkeit, strategische Reserven aufzufüllen, und die steigende Energienachfrage. Der IWF prognostiziert ein globales Wachstum von etwa 3 Prozent im Jahr 2026 bei einer Inflationsrate von 4,7 Prozent und hat gewarnt, dass der seit Anfang 2024 laufende Desinflationstrend "ins Stocken geraten" sei.businessupturn+1
Die Finanzmärkte spüren den Druck bereits. Der S&P 500 fiel am Mittwoch, als der Ölpreis die 100-Dollar-Marke überschritt, während die Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 2023 kletterten. Die nächste Zinsentscheidung der Federal Reserve ist für den 16. September geplant, wobei die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent für eine Anhebung um 25 Basispunkte einpreisen. Chris Beauchamp, Chefmarktanalyst bei IG, warnte, dass "ein paar weitere Tage mit steigenden Ölpreisen, höhere Inflationsdaten und dann eine Zinserhöhung der Fed am Mittwoch in der Tat ein sehr gefährlicher Cocktail für die globalen Märkte wären".benzinga+1