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sharecastnews.rthkbiz.chosunDie asiatischen Aktienmärkte gaben am Dienstag auf breiter Front nach, da das Auslaufen der 60-tägigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie steigende globale Anleiherenditen die Risikobereitschaft dämpften. Dies bescherte Japans Nikkei 225 den schlechtesten Handelstag seit Wochen und löste in Seoul eine dramatische intraday-Umkehr aus.
Der Nikkei 225 fiel um 2,5 % und beendete damit eine fünftägige Gewinnserie, die den Index um 5,5 % auf den höchsten Stand seit Anfang Juli gehoben hatte. Der Ausverkauf beschleunigte sich im Laufe des Tages, nachdem der Leitindex 372 Punkte tiefer eröffnet hatte und seine Verluste bis zur Mittagspause auf bis zu 858 Punkte ausweitete.news.rthk+1
Der Einbruch wurde durch eine toxische Kombination aus steigenden Ölpreisen – Brent-Rohöl hielt sich über 91 Dollar pro Barrel – und sprunghaft ansteigenden Anleiherenditen in den großen Volkswirtschaften ausgelöst. Die Renditen 10-jähriger japanischer Staatsanleihen erreichten mit 2,945 % ein 30-Jahres-Hoch, was Spekulationen anheizte, dass die Bank of Japan ihre Geldpolitik aggressiver straffen werde. Die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen kletterten auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten, während die 10-jährige Rendite auf 4,728 % stieg.sharecast+1
"Asien hat einen dieser Handelstage erlebt, an dem sich der Markt anfühlt, als würde man eine brennende Zigarette durch eine Tankstelle tragen", sagte Marktkommentator Stephen Innes.sharecast
In Südkorea erlebte der KOSPI eine der dramatischsten Umkehrungen des Tages. Der Index eröffnete mit einem Plus von über 2 % bei 7.127 Punkten, beflügelt von Rückenwind im Halbleitersektor, nachdem Anthropic für das zweite Quartal einen Umsatzsprung gemeldet hatte. Doch institutionelle Verkäufe und Gewinnmitnahmen ließen diese Gewinne schnell schmelzen und drückten den Index bis Mittag unter die 7.000-Punkte-Marke. Der KOSPI schloss letztlich 1,6 % tiefer.biz.chosun+1
Ausländische Investoren waren per saldo Käufer von rund 930 Milliarden Won, während Institutionen und Privatanleger etwa 520 Milliarden bzw. 320 Milliarden Won verkauften. Dabei führten Brokerhäuser den institutionellen Ausverkauf mit Nettoverkäufen von 611,7 Milliarden Won an. Samsung Electronics fiel um 1,28 %, während SK hynix mit einem Plus von 2 % gegen den Trend schwamm.biz.chosun
Die allgemeine Risikoaversion resultierte aus dem Auslaufen der US-Iran-Waffenruhe, wobei Teheran eine "vollständig offensive" militärische Haltung ankündigte. Analysten von ING merkten an, dass es im Gegensatz zu früheren Renditesprüngen "keine beruhigenden Worte der Trump-Administration" bezüglich einer baldigen Lösung gab.news.rthk
Hongkongs Hang Seng konnte sich bis zum Handelsschluss noch auf ein Plus von 0,1 % retten, nachdem er im frühen Handel um bis zu 0,78 % gefallen war. Der Shanghai Composite stieg um 0,2 %, während der Straits Times Index in Singapur um 1,3 % nachgab. Technologie- und Elektronikwerte gehörten in der gesamten Region zu den größten Verlierern, wobei Tencent und die SMIC Semiconductor Manufacturing International Corporation zu den nennenswerten Verlierern zählten.sharecast+1
Analysten von Westpac schrieben, dass "die Märkte eine allgemein risikoscheue Haltung einnahmen, als Präsident Trump bekräftigte, dass er nicht an einer Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran interessiert sei, wobei erneute Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise in die Höhe trieben und die Stimmung belasteten".news.rthk