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finance.yahoo+1reutersgasoutlookDer globale Markt für Flüssigerdgas (LNG) wird 2028 in ein Überangebot übergehen, ein Jahr später als bisher prognostiziert, da der Krieg im Nahen Osten und Schäden an Qatars Exportinfrastruktur das kurzfristige Angebot weiter verknappen, so ein neuer BloombergNEF-Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde.finance.yahoo+2
Vor dem Konflikt hatten Analysten allgemein eine Welle von überschüssigem LNG-Angebot für 2027 erwartet, angetrieben durch einen Anstieg neuer Exportkapazitäten in den USA und anderswo. Die iranischen Angriffe auf Qatars Ras Laffan-Komplex im März legten etwa 17 % der LNG-Exportkapazität Qatars lahm und entzogen dem Markt laut QatarEnergy-CEO Saad al-Kaabi für drei bis fünf Jahre geschätzte 12,8 Millionen Tonnen pro Jahr.reuters+2
Der BNEF-Bericht prognostiziert bis 2031 ein LNG-Überangebot von mehr als 100 Millionen Tonnen, während weltweit neue Terminals hochgefahren werden. Unterdessen ist die Versorgung der US-LNG-Exportterminals zur am schnellsten wachsenden Nachfragequelle für amerikanische Gasproduzenten geworden, wobei erwartet wird, dass die US-Gasversorgung selbst bis 2028 in ein Defizit geraten wird.semafor
Die Einschätzung deckt sich mit anderen aktuellen Analysen. Die Internationale Energieagentur (IEA) erklärte im April, dass der Krieg die erwartete Phase des Überflusses "um mindestens zwei Jahre" verzögert habe. Jason Feer, Global Head of Business Intelligence beim LNG-Broker Poten & Partners, sagte in einem Webinar im Juli, dass "der Krieg im Wesentlichen diese Phase des Überflusses von dem verschoben hat, was alle erwartet hatten", und setzte den Beginn des Überschusses auf etwa 2029.gasoutlook+1
Trotz des Wegfalls von etwa einem Fünftel der globalen LNG-Kapazität aus dem Persischen Golf haben die Preise nicht die von einigen vorhergesagten Extreme erreicht. Die asiatischen Spotpreise verdoppelten sich in den ersten Tagen des Konflikts fast auf 20 Dollar pro MMBtu, sind aber seitdem auf etwa 15 Dollar zurückgegangen, gebremst durch einen weit verbreiteten Nachfragerückgang und eine höhere US-Produktion. Europa war besonders stark betroffen, wobei Poten den Nachfragerückgang über einen Zeitraum von sechs Monaten auf etwa 17 Millionen Tonnen schätzt.gasoutlook
Die Krise hat noch keinen Ansturm auf neue langfristige Verträge ausgelöst. Bis Mai 2026 wurden nur 25 Verträge über 26 Millionen Tonnen unterzeichnet, verglichen mit etwa 70 Verträgen im gesamten Jahr 2025. Europäische Käufer zögern weiterhin, sich angesichts der sinkenden inländischen Gasnachfrage und der Erwartung, dass ein Überangebot schließlich eintreffen wird, auf 20-Jahres-Verträge mit US-Exporteuren festzulegen. Analysten sagen, dass der breitere Pfad der LNG-Expansion intakt bleibe, aber die Kombination aus kurzfristiger Volatilität und langfristigen Überschusserwartungen habe dazu geführt, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer "die Hände in den Schoß legen".gasoutlook