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wtvbam+1investinglive+1mufgresearch+1Japan intervenierte am Donnerstag an den Devisenmärkten und führte im New Yorker Handel groß angelegte Yen-Kauf- und Dollar-Verkaufsoperationen durch, die den Yen um bis zu 3,3 Prozent gegenüber dem Dollar ansteigen ließen, der größte Tagesgewinn seit 2022. Der Schritt drückte das Paar USD/JPY von Vier-Jahrzehnte-Tiefs nahe 163 auf ein Niveau zwischen 157 und 158, wie Reuters und mehrere Marktquellen berichten.wtvbam+2
Die Intervention, die von Tokio nicht offiziell bestätigt wurde, erfolgte mit einem ungewöhnlichen Maß an offensichtlicher Unterstützung durch die USA. Finanzminister Scott Bessent sagte in einem Interview mit Fox Business, der Yen sei "stark unterbewertet" und "deutlich über das Gleichgewicht hinausgeschossen", und fügte hinzu, dass die USA "übermäßige Volatilität" als ungesund betrachten. US-Behörden führten zudem sogenannte Zinsprüfungen für das Währungspaar durch, ein Schritt, der weithin als Vorläufer oder Billigung einer Intervention angesehen wird, so Berichte von Nikkei und Bloomberg, die von mehreren Medien zitiert wurden.mufgresearch+2
Der Handelsschalter von Citi verzeichnete laut einer Reuters vorliegenden Notiz an institutionelle Kunden geschätzte Dollar-Verkäufe im Wert von 8,1 Milliarden Dollar über die wichtigsten Handelsplätze innerhalb von etwa 10 Minuten. Die scharfe Bewegung gegen 22:30 Uhr Tokioter Zeit ließ die Währung in etwa einer Stunde von rund 162,80 auf das Niveau von 157 fallen.japantimes+1
Das Timing war bewusst gewählt. Japan schlug zu, nachdem die Federal Reserve am Mittwoch die Zinsen unverändert gelassen hatte, was den Dollar bereits geschwächt hatte, und vor der geldpolitischen Entscheidung der Bank of Japan am Freitag. "Viele Marktteilnehmer hatten erwartet, dass dies nach den Sitzungen des FOMC und der Bank of Japan stattfinden würde, daher könnte die Absicht bestanden haben, den Markt zu überraschen", sagte Toru Suehiro, Chefvolkswirt bei Daiwa Securities.fxstreet+1
In einer seltenen parallelen Aktion intervenierte am Donnerstag auch Südkorea mit Dollar-Verkäufen, was den Won auf ein Neunmonatshoch trieb, wie eine Marktquelle gegenüber Reuters erklärte.wtvbam
Am Freitagmorgen in Asien war der Yen bereits wieder auf etwa 160 pro Dollar zurückgefallen, was die Warnungen von Analysten unterstreicht, dass Interventionen allein selten zu einer dauerhaften Währungsstärke führen. Japan gab im April und Mai rekordverdächtige 11,7 Billionen Yen (73 Milliarden Dollar) für Interventionen aus, doch diese Gewinne waren innerhalb weniger Wochen wieder zunichte gemacht, als die Währung ihren Abwärtstrend fortsetzte.mufgresearch+2
Finanzministerin Satsuki Katayama lehnte einen Kommentar zur Intervention ab und sagte lediglich, dass die Behörden "immer bereit sind, mit einem Gefühl der Dringlichkeit zu reagieren". Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura lehnte es ebenfalls ab, die Aktion zu bestätigen.wtvbam
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die BOJ-Entscheidung am Freitag und die Pressekonferenz von Gouverneur Kazuo Ueda. Es wird allgemein erwartet, dass die Zentralbank die Zinsen bei 1 Prozent belässt, aber Analysten der MUFG Mitsubishi UFJ Financial Group, Inc. prognostizieren, dass die BOJ letztendlich schneller anheben wird als vom Markt erwartet, einmal im September und einmal im Januar 2027, was ihrer Ansicht nach die Grundlage dafür bildet, dass USD/JPY nachhaltig unter 160 fallen wird. Ohne dieses Nachlegen, so warnen Analysten, könnte sich die Intervention vom Donnerstag als ebenso flüchtig erweisen wie ihre Vorgänger.mufgresearch