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nytimes+1apnews+1bloombergFIFA-Präsident Gianni Infantino nutzte am Mittwoch eine einstündige Pressekonferenz vor dem Turnier in Mexiko-Stadt, um seine Beziehung zu Präsident Donald Trump zu verteidigen und wachsende Bedenken hinsichtlich Visumverweigerungen und Ticketpreisen zurückzuweisen. Er forderte Kritiker auf, sich am Vorabend des Eröffnungsspiels der Weltmeisterschaft 2026 zu "entspannen".espn+2
Infantino erklärte, dass es "ohne sein Engagement und seine Beteiligung unmöglich gewesen wäre, eine Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten zu organisieren", wobei er sich auf Trump bezog, dessen Regierung wegen restriktiver Einreisebestimmungen für Turnierteilnehmer in der Kritik steht. Auf die Frage eines südafrikanischen Journalisten, ob er die Entscheidung zur Co-Gastgeberschaft angesichts der politischen Turbulenzen bereue, sagte Infantino, er habe "keine Reue" und argumentierte, dass jedes Großereignis vor Herausforderungen stehe und die Probleme dieser Weltmeisterschaft "wahrscheinlich" nicht so schwerwiegend seien wie die rund um Katar 2022.nytimes+2
Die Äußerungen des FIFA-Präsidenten stießen auf sofortigen Widerstand. Der britische Rundfunksprecher Gary Lineker bezeichnete Infantino gegenüber Bloomberg als "Sycophant-ino" und beschrieb seine Beziehung zu Trump als "seltsam". Die Kritik spiegelt eine breitere Unruhe über den FIFA-Friedenspreis wider, der Trump bei der WM-Auslosung im vergangenen Dezember in Washington verliehen wurde – eine Auszeichnung, die Infantino damit verteidigte, dass der Präsident "maßgeblich an der Lösung von Konflikten und der Rettung von Menschenleben beteiligt" gewesen sei.bbc+2
Der Fall des somalischen Schiedsrichters Omar Artan wurde zum Mittelpunkt der Pressekonferenz. Artan, der zum afrikanischen Schiedsrichter des Jahres 2025 ernannt wurde, wurde am 7. Juni am Miami International Airport die Einreise verweigert, nachdem der US-Zoll ihn aufgrund von "Überprüfungsbedenken" als "unzulässig" eingestuft hatte. Ein US-Beamter erklärte später laut Associated Press, die Verweigerung basiere auf "Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern von Terrororganisationen". Die FIFA bestätigte, dass Artan nicht beim Turnier pfeifen werde, und erklärte, dass "eine Regierung letztendlich entscheidet, wer ein Visum erhält und wer einreisen darf".aljazeera+2
Infantinos "entspannt euch"-Reaktion auf die Frage eines BBC-Journalisten zu dem Fall löste online und bei Medienkommentatoren heftige Gegenreaktionen aus. Tausende versammelten sich in Mogadischu, um Artan nach seinem Ausschluss vom Turnier als Helden zu Hause willkommen zu heißen.youtube+2
Die Pressekonferenz bildete den Abschluss wochenlanger Kontroversen, während die FIFA die Schnittstelle zwischen Weltsport und US-Einwanderungspolitik navigiert. Kritiker, darunter der Autor Jules Boykoff, haben Infantino vorgeworfen, die Vereinigten Staaten "wie die private Geldmaschine der FIFA" zu behandeln, während er Trump eine Plattform auf der größten Sportbühne der Welt biete. Da die Ticketpreise für einige Spiele Berichten zufolge 1.000 US-Dollar übersteigen, bestehen neben Bedenken hinsichtlich der politischen Neutralität auch Fragen zur Zugänglichkeit.jacobin+1
Das Turnier beginnt am Donnerstag im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt.youtube