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thestar+1walesonline+1thestar+1Neuseeland hat Südafrika am Samstag im Ellis Park in Johannesburg überraschend mit 33:16 besiegt. Mit fünf zu eins Tries gingen die All Blacks in der vierteiligen "Rugby's Greatest Rivalry"-Serie mit 1:0 in Führung und beendeten gleichzeitig die Siegesserie der Springboks von 12 Spielen.
Die All Blacks, die zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder für eine komplette Serie in Südafrika zu Gast sind, lagen zur Halbzeit noch mit 12:13 zurück, dominierten jedoch die zweite Hälfte. Trainer Dave Rennie sprach von einem "Ausrufezeichen", das sein Team zudem zurück an die Spitze der Weltrangliste katapultierte.walesonline+1
Die physische Stärke der südafrikanischen Stürmer prägte weite Teile der ersten 45 Minuten. Ihr Gedränge erzwang wiederholt Straftritte, und Cheslin Kolbe verwandelte in der ersten Halbzeit drei Kicks. Die Springboks konnten ihre territoriale Dominanz jedoch nicht in Tries ummünzen: Ein Versuch von Malcolm Marx wurde wegen eines Vorbeifalls (Knock-on) nicht anerkannt.allblacks
Der Wendepunkt ereignete sich in der 47. Minute, als Lock Fabian Holland einen Befreiungskick von Grant Williams blockte, den Ball sicherte, Sacha Feinberg-Mngomezulu austanzte und zur Führung für Neuseeland einlief. Luke Jacobson erhöhte noch vor der Stundenmarke auf zehn Punkte Vorsprung. In den Schlussminuten brach die Disziplin der Südafrikaner völlig zusammen, als Marco van Staden und Cobus Reinach kurz nacheinander die Gelbe Karte sahen. Will Jordan, der bereits in der achten Minute mit dem ersten Try der Partie einen neuen All-Blacks-Rekord von 52 Karriere-Tries aufgestellt hatte, machte in der 75. Minute mit seinem zweiten Try alles klar.skysports+2
"Ich weiß, dass das Ergebnis deutlich aussieht, aber es war ein absoluter Abnutzungskampf", sagte Rennie im Anschluss vor Journalisten. "Wir haben unermüdlich verteidigt und waren dann eiskalt, als sich uns die Chancen boten."thestar
Rennie, der das Amt erst Anfang des Jahres übernommen hat und nun vier Siege in Folge vorweisen kann, hob die Phase in der 55. Minute als entscheidend hervor. Südafrika hatte drei Gedränge nahe der Linie der All Blacks, entschied sich jedoch für pure Kraft statt sichere Punkte und ging leer aus.thestar
Springboks-Trainer Rassie Erasmus gab sich pragmatisch und betonte, dass seine Mannschaft die Serie mit Siegen in den verbleibenden drei Partien immer noch gewinnen könne.skysports
Am kommenden Samstag zieht die Serie weiter nach Kapstadt auf Meereshöhe, wobei Neuseeland nun überraschend die Nase vorn hat. Trotz des deutlichen Ergebnisses verbuchten die All Blacks über das gesamte Spiel nur 39 Prozent Ballbesitz und mussten 132 Tackles im Vergleich zu den 86 der Südafrikaner absolvieren: ein Beleg dafür, wie sehr dieser Erfolg auf einer geschlossenen Defensivleistung beruhte.allblacks