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reuters+1trend+1alcircle+1Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus, ausgelöst durch den US-israelischen Luftkrieg gegen den Iran seit Ende Februar 2026, hat die globalen Aluminiummärkte erschüttert. Da die Golfregion für mehr als 8 Prozent der weltweiten Primäraluminiumproduktion verantwortlich ist, haben Schifffahrtsstörungen und direkte Angriffe auf Produktionsanlagen das Angebot verknappt und die Preise auf mehrjährige Höchststände getrieben. Analysten warnen, dass eine weitere Eskalation den LME-Aluminiumpreis über die Marke von 4 000 Dollar pro Tonne heben könnte.
Die Internationale Energieagentur (IEA) bringt in ihrem Global Critical Minerals Outlook 2026 die Störungen rund um die Straße von Hormus direkt mit dem sinkenden Aluminiumangebot und den steigenden Preisen in Verbindung. Die IEA berichtete, dass Aluminium Bahrain bis April 2026 nur noch mit etwa 30 Prozent Kapazität arbeitete, nachdem das Unternehmen höhere Gewalt erklärt und drei Produktionslinien stillgelegt hatte. Das Werk Qatalum in Katar lief aufgrund von Gasversorgungsengpässen mit etwa 60 Prozent Kapazität, während das Werk Al Taweelah von Emirates Global Aluminium den Betrieb einstellte, nachdem die Energieinfrastruktur bei Angriffen Ende März beschädigt worden war.trend+1
Reuters berichtete im März, dass iranische Angriffe auf Alba und Emirates Global die Sorge vor einer schweren globalen Knappheit verschärften. Die Aluminiumproduktion am Golf sank im Zeitraum Januar bis April im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 1,7 Millionen Tonnen. Laut dem Schifffahrtsdatenanbieter AXSMarine ging der weltweite Seehandel mit Aluminiumoxid im zweiten Quartal 2026 um fast 4 Prozent zurück, da wichtige Häfen am Golf unzugänglich wurden.axsmarine+2
Die LME-Aluminiumpreise erreichten am 2. Juni 2026 einen Höchststand von 3 855 Dollar pro Tonne, nach etwa 3 400 Dollar Anfang März. Bis April waren die Preise auf fast 3 700 Dollar pro Tonne geklettert, den höchsten Stand seit vier Jahren, während die Rotterdam-Prämie zwischen Februar und April um etwa 60 Prozent in die Höhe schnellte. Mitte August haben sich die Preise etwas entspannt, bleiben aber mit über 3 200 Dollar auf hohem Niveau.westmetall+3
Auf dem CRU World Aluminium Summit im Mai warnte Paul Williams, Leiter der Aluminium-Wertschöpfungskette bei CRU, dass die Preise in den nächsten 12 bis 18 Monaten auf über 4 000 Dollar pro Tonne steigen könnten. Forbes berichtete von potenziellen Produktionsausfällen von 1,1 bis 1,8 Millionen Tonnen für das Jahr 2026.alcircle+1
Der jüngste Monatsbericht der IEA vom 12. August stellte fest, dass die erneuten Feindseligkeiten eine beginnende Erholung der Produktion am Golf zunichtegemacht haben und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus weiterhin "ungewiss" bleibt. Die Krise geht über Aluminium hinaus: Die Preise für Basismetalle stiegen zwischen Januar 2025 und April 2026 aufgrund der knappen Versorgungslage um ein Drittel.reuters+1
Nach Analysen des Modern War Institute in West Point werden jährlich mehr als fünf Millionen Tonnen Aluminium durch die Straße von Hormus transportiert. Da die LME-registrierten Lagerbestände auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2025 gefallen sind und keine diplomatische Lösung in Sicht ist, bleibt der Aluminiummarkt zwischen dem begrenzten Angebot aus der Golfregion und der wachsenden weltweiten Nachfrage gefangen.mwi.westpoint+1