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news.bloomberglaw.wsj.marketscreener+1.Die weltweite Dieselversorgung wird bis weit ins nächste Jahr hinein knapp bleiben, teilte die Internationale Energieagentur (IEA) am Mittwoch mit. Die Agentur erklärte, dass die Kraftstoffexporte aus dem Nahen Osten nach dem Iran-Krieg nur schwer wieder in Gang kommen, obwohl sich die Rohöllieferungen erholt haben, und dass ukrainische Angriffe die russische Raffinerieproduktion weiterhin beeinträchtigen.wsj+1
In ihrem Ölmarktbericht für Oktober stellt die IEA fest, dass der Dieselmarkt aufgrund von Lieferunterbrechungen unter extremem Druck steht. Sie fügt hinzu, dass die knappe Versorgung mit Mitteldestillaten wahrscheinlich bis weit ins Jahr 2027 anhalten wird, auch wenn die Nachfrage gesunken ist. Die Warnung kommt kurz vor der Wintersaison, in der die Nachfrage nach Diesel, das auch häufig zum Heizen verwendet wird, ihren Höhepunkt erreicht.marketscreener+2
Die Agentur gab an, dass die weltweite Verfügbarkeit von Diesel im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Millionen Barrel pro Tag gesunken ist, nachdem sie im zweiten Quartal bereits um 1,5 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen war. Im September fielen die kombinierten Nettoexporte aus dem Nahen Osten und Russland um mehr als 60 Prozent. Höhere Lieferungen aus den USA und China konnten diese Lücke nur teilweise schließen.marketscreener+1
Ungewöhnlich große Lagerentnahmen im zweiten Quartal und eine Verknappung im dritten Quartal, die den üblichen saisonalen Mustern widersprach, haben laut IEA die globalen Gasölmärkte vor der winterlichen Spitzennachfrage um entscheidende Lagerreserven gebracht. Selbst wenn sich die Raffinerieproduktion schnell erholt, wird das Angebot im vierten Quartal nicht ausreichen, um die Nachfrage zu decken, sodass die verlorenen Lagerbestände wahrscheinlich nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2027 wieder aufgebaut werden können. Der Großhandelspreis für Diesel erreichte im September in Europa und den USA mit etwa 220 Dollar pro Barrel ein Allzeithoch. Die US-Energiebehörde EIA bezifferte den durchschnittlichen US-Einzelhandelspreis für Diesel in jenem Monat auf 6,29 Dollar pro Gallone.eia+1
Das weltweite Ölangebot stieg im September gegenüber August um 2,5 Millionen Barrel pro Tag, angeführt von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Exporte aus dem Persischen Golf stiegen auf 13,9 Millionen Barrel pro Tag, etwa 75 Prozent des Vorkriegsniveaus. Die IEA warnte jedoch, dass erneute Angriffe im Golf die Erholung fragil machen. Die Huthi-Rebellen im Jemen haben Riyadh in der vergangenen Woche mehrfach angegriffen. Saudische Beamte bestätigten am Mittwoch, dass ein Verwaltungsgebäude von Saudi Aramco über Nacht zum Ziel wurde.argusmedia+2
Die IEA erwartet nun, dass die Ölnachfrage im Jahr 2026 um 2,6 Millionen Barrel pro Tag auf 102,4 Millionen Barrel pro Tag sinken wird. Sie prognostiziert, dass das Angebot in diesem Jahr um 5,8 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen und 2027 um 7,7 Millionen Barrel pro Tag steigen wird. Die beobachteten globalen Lagerbestände lagen Ende September 509 Millionen Barrel unter dem Vorkriegsniveau.marketscreener+1
Die G7-Staaten haben sich darauf geeinigt, 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus Notreserven freizugeben. Das IEA-Direktorium wird die Details voraussichtlich bei einem Treffen am 14. und 15. Oktober ausarbeiten. Letzte Woche erklärte Präsident Donald Trump, dass Russland im Rahmen eines Abkommens mit Wladimir Putin 300.000 Tonnen Diesel liefern werde. Die IEA erklärte, eine Lockerung der Beschränkungen für russische Exporte werde wahrscheinlich kaum zu einer Entspannung beitragen, solange russische Raffinerien beschädigt seien. EU-Kommissar Valdis Dombrovskis kritisierte das Abkommen und sagte, jetzt sei nicht die Zeit, die Sanktionen gegen Russland zu lockern.reuters+2