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reutersbusinesstimesreutersDie HSBC Holdings plc meldete am Dienstag einen Vorsteuergewinn von 10,1 Milliarden Dollar für das zweite Quartal und übertraf damit die Analystenschätzungen von 9,5 Milliarden Dollar. Zudem wurden die Aktienrückkäufe nach einer Pause im Zusammenhang mit der Übernahme der Hang Seng Bank wieder aufgenommen. Die Ergebnisse krönen eine starke Berichtssaison für Europas größte Banken.
Der Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr stieg um 23 Prozent auf 19,5 Milliarden Dollar, verglichen mit 15,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. Dies wurde durch einen Anstieg der Nettozinserträge um 9 Prozent und ein Plus von 18 Prozent bei den Erträgen aus der Vermögensverwaltung getrieben, was durch robuste Kapitalflüsse in Asien begünstigt wurde. Der Umsatz im zweiten Quartal stieg im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 19,1 Milliarden Dollar, unterstützt durch einen Einmaleffekt in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar.cnbc+1
CEO Georges Elhedery erklärte, die Bank setze ihre strategischen Prioritäten mit Tempo, Präzision und Disziplin um, während er die Umstrukturierung vorantreibt, die sich auf die Straffung der Betriebsabläufe und den Rückzug aus Märkten konzentriert, in denen HSBC nicht über die nötige Größe verfügt. Die Bank erhöhte ihr Kosteneinsparungsziel von 1,5 Milliarden auf 2 Milliarden Dollar und hob ihre Prognose für den Nettozinsertrag 2026 an, wobei sie nun davon ausgeht, die Marke von 46 Milliarden Dollar zu übertreffen.reuters+2
Der Aktienrückkauf im Wert von 1 Milliarde Dollar ist das erste Programm der HSBC seit Oktober 2025, als die Rückkäufe ausgesetzt wurden, um Kapital für die rund 14 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Hang Seng Bank zur Privatisierung zu schonen. Laut der South China Morning Post hatte der Markt ein größeres Programm zwischen 1,5 und 2 Milliarden Dollar erwartet. HSBC kündigte zudem eine zweite Zwischendividende von 0,10 Dollar pro Aktie an.businesstimes+1
Elhedery hat die Vermögensverwaltungssparte der HSBC in den Mittelpunkt seiner Transformationsstrategie gestellt und dabei häufig die Rolle Hongkongs als regionales Zentrum für Vermögensverwaltung hervorgehoben. Ein neues hartes Vorgehen Chinas gegen grenzüberschreitende Kapitalflüsse verunsicherte jedoch im Juni die Investoren und warf Fragen auf, ob das Wachstum in der Vermögensverwaltung ins Stocken geraten könnte, falls die Beschränkungen für den Geldtransfer ins Ausland verschärft werden. Analysten von Bloomberg Intelligence schätzen laut Business Times, dass die Zuflüsse neuer Gelder im schlimmsten Fall im Jahr 2026 um bis zu 30 Prozent sinken könnten.businesstimes
Die Bank meldete erwartete Kreditverluste in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar, einschließlich Belastungen im Zusammenhang mit Gewerbeimmobilien in Hongkong. Die annualisierte Eigenkapitalrendite der HSBC, bereinigt um Sondereffekte, lag im Quartal bei 19,1 Prozent.cnbc+1