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caliber+1wmo+1news9liveEuropa hat in einem Sommer aufeinanderfolgender Hitzewellen mindestens 35.000 Übersterblichkeitsfälle verzeichnet. Diese Bilanz reicht an die katastrophale Saison 2003 heran und dürfte weiter steigen, da die Mortalitätsdaten für August noch unvollständig sind. Deutschland, Frankreich und Spanien tragen die Hauptlast der Todesfälle, während eine Dürre die großen Flüsse des Kontinents auf historische Tiefststände reduziert und Ernten von Ungarn bis England zerstört hat.reuters+1
Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Basis von Zahlen nationaler Gesundheitsbehörden wurden allein in acht Ländern: Österreich, Belgien, England, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Portugal und Spanien: mindestens 33.000 Übersterblichkeitsfälle registriert. Die breiter angelegte Überwachungsplattform EuroMomo schätzt die Zahl der zusätzlichen Todesfälle allein zwischen Mitte Juli und Mitte August auf mehr als 32.000.phys
Deutschland meldete bis zum 9. August 14.000 hitzebedingte Todesfälle, den höchsten Wert seit Beginn der Erfassung durch das Robert Koch-Institut im Jahr 2016. Frankreich verzeichnete zwischen Ende Mai und dem 22. Juli 7.300 Übersterblichkeitsfälle: eine Zahl, die laut Behörden noch steigen wird, sobald spätere Daten berücksichtigt werden. Spanien verzeichnete zwischen dem 1. Juni und dem 19. August fast 4.500 auf die Hitze zurückzuführende Todesfälle, den höchsten Wert für diesen Zeitraum seit 2022.caliber+1
Die tödlichste Einzelwoche lag Ende Juni, als in Europa fast 16.000 Übersterblichkeitsfälle während des laut Forschern extremsten Hitzeereignisses registriert wurden, das der Kontinent je erlebt hat.zenodo+1
Die anhaltende Hitze hat auch die Wasserstraßen Europas auf historische Tiefststände ausgetrocknet. Der Rhein fiel in Deutschland und den Niederlanden auf Rekordtiefs, was den Transport von Chemikalien, Ölprodukten und anderen Gütern beeinträchtigte. Die Donau maß in Budapest nur neun Zoll (ca. 23 cm) Tiefe, während Abschnitte des italienischen Po ebenfalls Sommer-Rekordtiefs erreichten und die französische Loire auf einen Bruchteil ihres normalen Volumens schrumpfte.nytimes+2
Das Joint Research Centre der Europäischen Kommission warnte Ende Juli, dass die intensive Hitze die ohnehin geringe Bodenfeuchtigkeit weiter verringert habe. Die stärksten landwirtschaftlichen Auswirkungen wurden in Ungarn beobachtet, wo die Ertragsprognosen für Körnermais und Sonnenblumen drastisch gesenkt wurden. Etwa 99 Prozent der Landfläche Ungarns befinden sich laut ABC News derzeit in einer schweren oder extremen Dürreperiode.joint-research-centre.europa+1
Die Weltgesundheitsorganisation erklärte, dass die hitzebedingten Todesfälle in ihrer europäischen Region in den letzten zwei Jahrzehnten um mehr als 30 Prozent zugenommen haben, was auf häufigere Hitzewellen und eine alternde Bevölkerung zurückzuführen ist. Der Copernicus-Klimawandeldienst verzeichnete im Jahr 2026 den wärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen in Westeuropa mit Temperaturen von mehr als 3 Grad Celsius über dem Durchschnitt von 1991-2020.news9live+1
Die vorläufige Bilanz stellt den Sommer 2026 auf eine Stufe mit dem Jahr 2003, als rund 35.000 Menschen starben: allerdings deckt die diesjährige Zahl nur einen Teil des Kontinents ab und enthält noch keine vollständigen August-Daten.phys+1