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tradingeconomics+1globalbankingandfinancewsj+1Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben und den Einlagensatz auf 2,50 % erhöht. Steigende Energiepreise infolge der Spannungen im Nahen Osten halten die Inflation deutlich über dem Zielwert, und große Wall-Street-Banken wetten bereits darauf, dass dies nicht die letzte Erhöhung sein wird.reuters+1
EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte, der EZB-Rat bleibe entschlossen, die Geldpolitik so auszurichten, dass die Inflation auf das 2 %-Ziel stabilisiert wird, warnte jedoch gleichzeitig, dass der Konflikt im Nahen Osten den Inflationsdruck weiter anheizt. Die Anhebung, die zweite seit Beginn des US-Iran-Krieges, war weitgehend erwartet worden; die Terminmärkte hatten vor der Entscheidung eine Wahrscheinlichkeit von etwa 99 % eingepreist.tradingeconomics+2
Goldman Sachs , Citigroup und Barclays prognostizieren, dass die EZB die Geldpolitik weiter straffen wird, wobei alle drei eine weitere Zinsanhebung im Dezember erwarten. Citi geht noch weiter und rechnet mit einer zusätzlichen Erhöhung im März 2027.devdiscourse+1
Barclays bezeichnete den Schritt vom Donnerstag als logische Konsequenz und betonte den anhaltenden Fokus der Währungshüter auf die Inflationsbekämpfung, die laut EZB erst Ende 2027 wieder das Ziel erreichen dürfte. Goldman Sachs erklärte, eine Dezember-Anhebung würde die Zinsen in einen leicht restriktiven Bereich führen.globalbankingandfinance
Der restriktive Ausblick kommt zu einer Zeit, in der die Rohölpreise die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritten haben. US-Rohöl-Futures schlossen am Donnerstag 6,7 % höher bei 102,48 Dollar, inmitten der stärksten Zunahme von Angriffen auf die Schifffahrt seit Beginn des Iran-Krieges.cnbc+1
Die Zinsentscheidung fiel in eine Phase eines breiten globalen Ausverkaufs bei Anleihen. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe stieg auf ein 15-Jahres-Hoch von 3,439 %, während die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe auf fast 4,85 % kletterte, den höchsten Stand seit Oktober 2023.wsj
Wie Evelyne Gomez-Liechti, Multi-Asset-Strategin bei Mizuho, in einer Analyse anmerkte: Die nächste Frage ist nicht, ob die Energiepreise hoch sind, sondern ob sie signifikante Zweitrundeneffekte erzeugen. Sie fügte hinzu, dass zwar aktualisierte Inflations- und Wachstumsprognosen der EZB erwartet wurden, dies jedoch kein klares Signal für mehrere weitere Anhebungen über den September hinaus sei.wsj
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die US-Notenbank Fed, bei der Investoren nach der Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise für August ihre Wetten auf eine Zinserhöhung bei der Sitzung in der nächsten Woche erhöht haben. Kanadas S&P/TSX Composite Index fiel am Donnerstag um 1,1 % auf ein fast sechswöchiges Tief, was die globale Verunsicherung über steigende Zinsen und Energiekosten widerspiegelt.reuters