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newsweek+1newsweek+1moomoo+1Ein sich schnell intensivierendes El Niño-Ereignis, das inzwischen weithin als potenzieller Super-El Niño bezeichnet wird, trifft auf kriegsbedingte Versorgungsstörungen und droht die globalen Lebensmittelkosten drastisch in die Höhe zu treiben. Dies hat zu dringenden Warnungen großer Investmentbanken und internationaler Organisationen geführt.
Goldman Sachs hat prognostiziert, dass ein sehr starker El Niño die globalen Lebensmittelrohstoffpreise um bis zu 15,8 % in die Höhe treiben könnte, wobei die vollen Auswirkungen laut einer im Juli von The Guardian zitierten Analyse erst in der zweiten Jahreshälfte 2028 vollständig spürbar sein dürften. Unabhängig davon warnte JPMorgan in einem Bericht vom August mit dem Titel Food Security is National Security: A Compounding Storm, dass die globale Lebensmittelinflation von 2,8 % in der ersten Jahreshälfte 2026 auf 5 % in der ersten Jahreshälfte 2027 ansteigen könnte.newsweek+3
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) teilte in ihrem Update vom August mit, dass eine fast 100-prozentige Wahrscheinlichkeit besteht, dass El Niño bis Februar 2027 anhält, und prognostiziert, dass er eine sehr starke Intensität erreichen wird, bevor er gegen Ende dieses Jahres seinen Höhepunkt erreicht. Das U.S. Climate Prediction Center hat erklärt, dass eine 69-prozentige Chance besteht, dass das Ereignis die Stärke aller bisherigen El Niño-Episoden seit 1950 übertreffen wird.newsweek+1
Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation berichtete am 4. September, dass ihr Lebensmittelpreisindex im August durchschnittlich 133,3 Punkte erreichte, ein Anstieg von 1,9 % gegenüber Juli und der höchste Stand seit November 2022. Der Agriculture Spot Index von Bloomberg verzeichnete im August einen kumulativen Anstieg von über 13 % – der größte monatliche Anstieg seit Juli 2012 –, während die Weizen- und Mais-Futures am CBOT Mehrjahreshöchststände erreichten.moomoo+2
Der Versorgungs- und Nachfragebericht des USDA vom August prognostizierte für das Wirtschaftsjahr 2026/27 eine globale Angebots-Nachfrage-Lücke bei Mais von etwa 19,4 Millionen Tonnen, wobei die Weizenproduktion voraussichtlich um 2,9 % auf 819 Millionen Tonnen sinken wird. Die Erntebedingungen in den USA haben sich verschlechtert, wobei die Bewertung der Maisernte als gut bis exzellent auf 60 % fiel, was einem Rückgang von 11 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht.moomoo
Oxford Economics warnte in einer letzte Woche veröffentlichten Studie, dass sich die Schäden durch Auswirkungen auf Lebensmittel, Energie, Logistik und Handel über die Länder hinaus erstrecken werden, die direkt von El Niño-bedingten Extremwetterereignissen betroffen sind, und prognostizierte einen Anstieg der globalen Lebensmittelpreise um 12 % im Jahr 2026. Die anhaltende Blockade in der Straße von Hormus hat die weltweiten Düngemittellieferungen stark eingeschränkt; laut dem International Trade Centre gingen die Harnstoffexporte von Anbietern aus der Golfregion im April im Vergleich zum Vorjahr um 83 % zurück. Unterdessen haben erneute Angriffe auf die Schifffahrtsinfrastruktur im Schwarzen Meer die Weizen-Futures in den letzten 12 Monaten um etwa 40 % in die Höhe getrieben.thefulcrum+1
Am chinesischen A-Aktienmarkt stiegen Getreide-ETFs am Dienstag um mehr als 4 % und dominierten die Ranglisten zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Seit August haben Getreide-ETFs Nettozuflüsse von 818 Millionen RMB angezogen. Die globalen Agrarmärkte stehen vor einer anhaltenden Aufwärtsphase, sagte Liu Tingyu, Fondsmanager des Yongying Grain ETF.moomoo
WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo fasste die Lage drastisch zusammen: Wir sehen bereits Störungen und Verwüstungen durch Dürren und Überschwemmungen, und wir erwarten, dass diese Auswirkungen zunehmen werden, während sich El Niño intensiviert.newsweek