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reuters+1reuters+1dailycallerEine globale Dieselknappheit, die durch die Kriege im Iran und in der Ukraine verschärft wird, dürfte sich laut Marktdaten und Branchenvertretern vor dem nächsten Jahr kaum entspannen. Dies verlängert einen Anstieg der Kraftstoffkosten, der die Wirtschaft von den Vereinigten Staaten bis nach Südostasien belastet.
Die US-Diesellagerbestände fielen bis zum 11. September auf 107,9 Millionen Barrel, den niedrigsten Stand zu diesem Zeitpunkt im Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1982, so die U.S. Energy Information Administration. Die Einzelhandelspreise für Diesel überstiegen diesen Monat erstmals die Marke von 6 Dollar pro Gallone, wobei AAA am 14. September einen Rekordwert von 6,23 Dollar pro Gallone meldete. Die Knappheit setzt Landwirte, LKW-Fahrer und Hersteller unter Druck, die auf diesen Kraftstoff angewiesen sind.thenationalnews+2
Eines der deutlichsten Anzeichen für die anhaltende Verknappung zeigt sich auf dem Diesellagermarkt. Raffinerien und Händler in ganz Nordamerika lehnen die Verlängerung von Lagerverträgen ab, da kaum Kraftstoff zur Einlagerung verfügbar ist, wie Daten des Lagermaklers The Tank Tiger laut Reuters zeigen. Die verfügbare Diesellagerkapazität in Nordamerika und der Karibik ist für Oktober auf ein Vierjahreshoch von 13 Millionen Barrel gestiegen, gegenüber 11 Millionen Barrel im Juni, sagte Steven Barsamian, Chief Operating Officer von The Tank Tiger, gegenüber Reuters.reuters
"Warum sollte man für einen Lagertank bezahlen, wenn kein Diesel zum Einlagern da ist?" sagte Barsamian.reuters
Die Kombination aus sinkenden Lagerbeständen und steigender Lagerverfügbarkeit deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer bis mindestens zum ersten Quartal 2027 mit einer knappen Versorgung rechnen, fügte Barsamian hinzu.finance.yahoo+1
Der kurzfristige Energieausblick der EIA für September geht davon aus, dass die US-Destillatbestände in diesem Monat unter 100 Millionen Barrel fallen und bis Ende 2026 sowie während des Großteils von 2027 unter dem Fünfjahrestief bleiben werden. Die Behörde hob ihre Prognose für den Dieselpreis im Einzelhandel für 2027 um 33 Cent auf durchschnittlich 4,40 Dollar pro Gallone an und verwies dabei auf die anhaltende globale Angebotsverknappung.axios+3
Auch die europäischen Lagerbestände sind erschöpft. Die Diesellagerbestände am Knotenpunkt Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen lagen im Juli 16 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt, so Daten von Insights Global, die von Reuters zitiert wurden. In Singapur lagen die Destillatbestände in den letzten Wochen bei durchschnittlich etwa 8,2 Millionen Barrel und damit unter dem Durchschnitt von 2025 von 9,6 Millionen.reuters
Der Drohnenangriff vom 10. September auf die Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien hat die globalen Versorgungsstörungen weiter verschärft. Saudi Aramco informierte europäische Raffinerien letzte Woche darüber, dass sie im Rahmen langfristiger Verträge im Oktober kein Rohöl erhalten würden, berichtete Bloomberg. Europäische Käufer konkurrieren nun mit asiatischen Raffinerien um Ersatzlieferungen, was die Frachtpreise auf dem physischen Markt in Europa auf über 120 Dollar pro Barrel getrieben hat.dailycaller
Russlands Dieselexportverbot, das bis Ende Oktober verlängert wurde, und die anhaltenden Störungen der Raffineriekapazitäten im Nahen Osten lassen kaum Spielraum für Entlastung. Analysten erwarten, dass rekordverdächtige Diesel-Raffineriemargen – der US-Diesel-Crack-Spread erreichte am 14. September 118,62 Dollar pro Barrel – zwar die Produktion ankurbeln werden, aber jede Eskalation der Konflikte im Iran oder in der Ukraine könnte neue Preissprünge auslösen.reuters
"Die aktuellen Fundamentaldaten deuten darauf hin, dass die höheren Preise noch eine Weile anhalten werden", sagte Alex Hodes, Direktor für Energiemarktstrategie bei StoneX .reuters