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rte+1rtebankingnews+1Der Personalausschuss der Europäischen Zentralbank hat an das Direktorium der Institution geschrieben und gefordert, dass Präsidentin Christine Lagarde klarstellt, ob sie beabsichtigt, vor Ablauf ihrer Amtszeit im Oktober 2027 zu gehen. Sie warnten, dass anhaltende Unsicherheit das Vertrauen in die EZB untergraben könnte.rte+1
Der Brief, der am Freitag verschickt wurde und zuerst von der Financial Times gemeldet wurde, stellt eine seltene interne Herausforderung für die Führung der EZB dar, in einer Zeit, in der die Spekulationen über Lagardes Zukunft zugenommen haben. Medienberichte bringen sie mit dem Spitzenjob beim World Economic Forum in Verbindung, und die FT berichtete letzte Woche, dass die Staats- und Regierungschefs der Eurozone daran arbeiten, bis Ende 2026 eine umfassendere Führungsumbildung bei der Bank abzuschließen.ft+1
Lagarde hat öffentlich erklärt, dass sie bis 2027 auf ihrem Posten bleiben wird, hat es aber wiederholt vermieden, sich zur vollständigen Erfüllung ihrer achtjährigen Amtszeit zu verpflichten. Auf die Frage nach ihrer Zukunft bei einer EZB-Pressekonferenz am 10. September sagte sie lediglich, dass "es nichts zu berichten gibt". Laut der Financial Times könnte der Vorstand des World Economic Forum bereits im Oktober oder November über Lagardes Ernennung abstimmen.bankingnews+1
Die Spekulationen werden teilweise durch die französische politische Zeitplanung angetrieben. Die Amtszeit des französischen Präsidenten Emmanuel Macron endet im nächsten Frühjahr, und ein vorzeitiger Rücktritt würde es ihm ermöglichen, die Wahl von Lagardes Nachfolger zu beeinflussen – traditionell eine Rolle, bei der Frankreich, Deutschland und andere große Volkswirtschaften der Eurozone Anspruch auf Repräsentation erheben.rte+1
In ihrem Brief warnten Personalvertreter, dass Führungsinstabilität das "Vertrauen in die Kommunikation der EZB beeinträchtigen, Besorgnis bei Mitarbeitern und Stakeholdern hervorrufen und die reibungslose Planung der Nachfolge erschweren" könnte. Der Ausschuss verwies auch auf interne Umfrageergebnisse, die eine "stetige Verschlechterung" des Vertrauens der Mitarbeiter zeigen, einschließlich der Wahrnehmung von Bevorzugung, und warnte, dass Übergänge auf Führungsebene "interne Reformen verzögern oder verwässern" könnten.rte+2
Der Ausschuss fragte zudem, ob Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel ebenfalls vorzeitig ausscheiden könnte. Schnabel führt laut Reuters, unter Berufung auf einen Bericht des deutschen Handelsblatts, Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), um Tobias Adrian als Leiter der Abteilung für Geld- und Kapitalmärkte des IWF zu beerben. Ihre Amtszeit bei der EZB läuft ebenfalls bis Ende 2027.reuters
Eine Sprecherin der EZB sagte, die Bank verfüge über "langjährig etablierte institutionelle Governance-Regelungen und eine große Tiefe an Expertise, um sicherzustellen, dass sie in Übergangszeiten reibungslos funktioniert". Aber da Chefvolkswirt Philip Lane im nächsten Mai ausscheidet und sowohl Lagarde als auch Schnabel möglicherweise vorzeitig gehen, steht die EZB vor einem ihrer größten Führungswechsel seit fast drei Jahrzehnten. Unter den Namen, die als möglicher Nachfolger für Lagarde genannt werden, ist der ehemalige niederländische Zentralbankchef Klaas Knot, obwohl seine Ernennung erfordern würde, dass ein anderes Vorstandsmitglied gemäß der EZB-Konvention, keine zwei Mitglieder aus demselben Land zu haben, zurücktritt.bankingnews+2