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finance.yahooglobal.morningstar+1finance.yahoo+1Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank, Gabriel Makhlouf, warnte am Freitag davor, dass eine "deutlich stärkere" Anhebung der Zinssätze reale Kosten für das Wirtschaftswachstum verursachen könnte, während der anhaltende Konflikt im Nahen Osten die Inflation weiterhin hoch hält.finance.yahoo+1
Makhlouf, der als Gouverneur der irischen Zentralbank fungiert, veröffentlichte seine Einschätzung in einem Blogbeitrag auf der Website der irischen Notenbank, nur einen Tag nachdem die EZB ihren Leitzins bei der September-Sitzung in Berlin um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent erhöht hatte.global.morningstar+1
"Es besteht weiterhin eine erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der Aussichten", schrieb Makhlouf. "Der kurzfristige Treiber der hohen Inflation bleibt Energie. Ein langwieriger Konflikt im Nahen Osten birgt das Risiko, die Inflation über einen langen Zeitraum hoch zu halten. Die andere Seite der Unsicherheit ist jedoch, dass eine weitere deutliche Zinserhöhung von diesem Punkt an reale Kosten für das Wachstum bedeuten könnte."wkzo+1
Seine Äußerungen unterstreichen die Spannungen innerhalb des EZB-Rats, der zwischen anhaltendem Inflationsdruck und einer nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik navigieren muss. Die Zinserhöhung am Donnerstag war der zweite Schritt im Jahr 2026, nachdem im Juni ein Zyklus von acht aufeinanderfolgenden Zinssenkungen beendet worden war. Die Entscheidung wurde vom Rat einstimmig unterstützt, obwohl sich die Verantwortlichen nicht auf einen festen Pfad für künftige Zinsentscheidungen festlegten.gurufocus+2
Die neuesten Prognosen der EZB sehen eine Inflation von durchschnittlich 3,0 Prozent im Jahr 2026, 2,5 Prozent im Jahr 2027 und 2,1 Prozent im Jahr 2028 vor, wobei die Werte für 2027 und 2028 gegenüber früheren Schätzungen nach oben korrigiert wurden. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte am Donnerstag, dass "der Konflikt im Nahen Osten weiterhin Inflationsdruck erzeugt und die Inflation für einen längeren Zeitraum deutlich über dem Zielwert bleiben wird."global.morningstar
Wie Reuters aus informierten Kreisen erfuhr, rechnen die Entscheidungsträger in den kommenden Monaten mit weiteren Straffungen, wobei ein Schritt bereits beim Treffen am 29. Oktober möglich sei. Die Märkte preisen derzeit etwa zwei weitere Zinsschritte um jeweils einen Viertelprozentpunkt bis Mitte 2027 ein.morningstar+2
Die Warnung von Makhlouf unterstreicht die wachsende Sorge unter einigen EZB-Vertretern, dass die Zentralbank eine zu starke Straffung riskiert, während die Wirtschaft der Eurozone fragil bleibt. Die EZB-Experten korrigierten ihre Wachstumsprognose für 2026 auf nur noch 0,8 Prozent, mit einem moderaten Anstieg auf 1,2 Prozent im Jahr 2027. Die Zinswende, die primär durch angebotsseitige Energieschocks und nicht durch eine überhitzte Nachfrage getrieben wird, hat eine Debatte darüber ausgelöst, ob höhere Kreditkosten mehr schaden als nützen, indem sie das Wachstum bremsen, ohne die Ursachen der Inflation wirksam zu bekämpfen.ecb.europa