Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

economictimes+1fxstreet+1investinglive+1Die Wirtschaftsaktivität in der Eurozone ist im September auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen. Damit trotzt sie dem Gegenwind durch steigende Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten und stärkt die Argumente für eine weitere Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank bereits im Oktober.
Der am Mittwoch von S&P Global veröffentlichte vorläufige Einkaufsmanagerindex kletterte von 52,0 im August auf 53,1. Dies markiert ein 41-Monats-Hoch und den dritten Monat in Folge mit Expansion. Der Wert lag deutlich über den Erwartungen der Ökonomen von 51,7.investinglive+2
Der Anstieg wurde vom Dienstleistungssektor angeführt, wo der Index für die Geschäftsaktivität von 51,6 im August auf 53,0 stieg, ein 10-Monats-Hoch. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe legte leicht von 53,3 auf 53,4 zu und erreichte ein 55-Monats-Hoch, während der allgemeine PMI für das verarbeitende Gewerbe stabil bei 52,7 blieb.tradingview+2
Das Wachstum war in der gesamten Region breit abgestützt. Deutschland wuchs den dritten Monat in Folge so schnell wie seit fast einem Jahr nicht mehr, wobei die Aktivität im Dienstleistungssektor von 49,7 auf 52,9 sprang. Frankreich verzeichnete den ersten Anstieg der Aktivität seit 10 Monaten. Neue Aufträge wuchsen so stark wie seit Mai 2022 nicht mehr, und Exportaufträge stiegen nach 53 Monaten kontinuierlichen Rückgangs den zweiten Monat in Folge.investing+1
Die Daten enthielten auch ein weniger erfreuliches Signal für die Entscheidungsträger. Der Inflationsdruck verschärfte sich, wobei sowohl die Einkaufspreise als auch die Verkaufspreise in allen großen Volkswirtschaften der Eurozone so schnell stiegen wie seit vier Monaten nicht mehr. Die EZB hatte die Zinsen in diesem Monat bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben, angesichts erneuter Spannungen im Nahen Osten und steigender Energiekosten.economictimes+2
"Die Widerstandsfähigkeit des Wirtschaftswachstums angesichts des Gegenwinds durch geopolitische Probleme und steigende Preise wird die EZB wahrscheinlich dazu ermutigen, die Zinsen vor Jahresende erneut anzuheben. Dies spricht dafür, die Zinsen eher früher als später zu erhöhen, was eine Anhebung im Oktober sehr wahrscheinlich macht", sagte Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global Market Intelligence. Er merkte an, dass die PMI-Daten auf ein BIP-Wachstum von 0,4 % pro Quartal hindeuten.fxstreet+1
Die Markterwartungen für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Oktober stiegen auf etwa 48 %, nach rund 45 % vor Veröffentlichung der Daten. Ökonomen von ING äußerten sich vorsichtig und bezeichneten die Werte als "fast zu schön, um wahr zu sein". Sie warnten, dass eine Wirtschaft in der Eurozone, die völlig unbeschadet von einem Energiepreisschock und Lieferkettenstörungen sei, sich als "Fata Morgana" erweisen könnte. Das Geschäftsklima für das kommende Jahr sank unterdessen auf ein Dreimonatstief.investing+2
Das Währungspaar EUR/USD fiel nach der Veröffentlichung um 0,3 %, da Händler die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik gegen breitere globale Belastungsfaktoren abwogen.fxstreet