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globalbankingandfinance+1marketscreener+1marketscreener+1Die Geschäftstätigkeit im privaten Sektor der Eurozone hat sich im August unerwartet verbessert und das schnellste Tempo seit November erreicht. Der Industriesektor verzeichnete trotz Gegenwind durch den Nahostkonflikt und hoher Energiekosten die stärkste Expansion seit mehr als vier Jahren.
Der S&P Global Flash Eurozone Composite PMI Output Index stieg von 52,0 im Juli auf 52,1 und übertraf damit die Konsensprognose einer Reuters-Umfrage von 51,7, wie am Freitag veröffentlichte Daten zeigten. Der Industrie-PMI kletterte von 51,9 auf 52,8, den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren, während sich die Dienstleistungsaktivität bei 51,7 stabil hielt.globalbankingandfinance+3
Deutschland war der Hauptmotor der Erholung in der Industrie, wobei die Produktion so schnell wie seit Januar 2022 nicht mehr stieg. Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global Market Intelligence, führte die Stärke auf mehrere Faktoren zurück.tradingview+1
"Wir sehen erneut Berichte über vorsorgliche Lageraufbauten, die den warenproduzierenden Sektor angesichts der anhaltenden Störungen der Lieferketten aus dem Nahen Osten unterstützen", sagte Williamson. "Es gibt jedoch auch ermutigende Anzeichen für eine steigende Nachfrage nach KI-bezogenen Technologiegütern und eine höhere Nachfrage nach Ausrüstung dank steigender Verteidigungsausgaben, was insbesondere Deutschland zu zunehmend beeindruckenden Produktionsgewinnen verhilft."businesstimes+1
Die Neuaufträge stiegen mit der schnellsten Rate seit 40 Monaten, während die Exportaufträge, einschließlich des Handels innerhalb der Eurozone, erstmals seit Russlands Invasion in der Ukraine im Februar 2022 wieder ein Wachstum verzeichneten. Die Beschäftigung stieg erstmals im Jahr 2026 wieder an, da die Hersteller nach mehr als drei Jahren monatlichen Stellenabbaus wieder Einstellungen vornahmen.investing+3
Die Erholung blieb in der gesamten Region ungleichmäßig. Während Deutschland leicht expandierte, rutschte Frankreich tiefer in die Kontraktion, da Hitzewellen den dominanten Dienstleistungssektor trafen. Der Preisdruck ließ weiter nach, wobei das Wachstum der Inputkosten so langsam war wie seit sechs Monaten nicht mehr.marketscreener+3
Dennoch wird bei einer Inflation von 2,9 Prozent im Juli, die deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank liegt, und PMI-Daten, die auf ein solides BIP-Wachstum im dritten Quartal hindeuten, erwartet, dass die EZB im September eine zweite Zinserhöhung in diesem Jahr vornehmen wird. Bert Colijn von ING merkte an, dass "mit Ölpreisen wieder über 90 Dollar pro Barrel und Zinsen, die in den letzten Wochen höher bewertet wurden, die Faktoren, die das Wachstum bremsen und die Inflation in den kommenden Monaten nach oben treiben, klar auf der Hand liegen."businesstimes+1
Trotz der ermutigenden aktuellen Daten blieben die Unternehmen mit Blick auf die Geschäftsaussichten für das kommende Jahr weniger optimistisch, wobei die Stimmung unter dem langfristigen Durchschnitt verharrte.globalbankingandfinance+1