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reuters+1barrons+1ad-hoc-news+1Europäische Halbleiteraktien erlitten am Montag ihren stärksten Tagesverlust seit Monaten, nachdem die Führungskräfte der weltweit prominentesten Unternehmen für künstliche Intelligenz eine Verlangsamung bei der Entwicklung fortschrittlicher KI-Modelle gefordert hatten. Dies löste eine breite Neubewertung der Chip-Nachfrage aus, die mit dieser Technologie verbunden ist.
Soitec führte den Rückgang im Stoxx Europe 600 an und verlor im Pariser Handel bis zu 12,6 Prozent. Infineon gab auf Xetra um etwa 6,3 Prozent auf rund 54,86 Euro nach, fiel damit wieder unter seinen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt und machte den Kursanstieg von fast 5 Prozent aus der vorangegangenen Sitzung zunichte. Aixtron verlor 8,3 Prozent auf 34,44 Euro, wobei Morningstar anmerkte, dass die Aktie zu den größten Verlierern im Stoxx 600 zählte. Die niederländischen Ausrüster ASML und ASM International fielen laut Reuters um 4,4 beziehungsweise 5 Prozent.ad-hoc-news+3
Der Ausverkauf wurde durch den CEO von Anthropic, Dario Amodei, ausgelöst, der am Wochenende einen Essay mit dem Titel "We Must Pace the Frontier" veröffentlichte und darin eine koordinierte globale Verlangsamung bei der Entwicklung von KI-Modellen der nächsten Generation forderte. "Wir müssen das Tempo verlangsamen, mit dem wir die Fähigkeiten von KI-Modellen verbessern", schrieb Amodei und warnte, dass Schwärme von KI-Agenten innerhalb von sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein könnten, "das gesamte Internet zu übernehmen". OpenAI-CEO Sam Altman schloss sich dieser Einschätzung an und erklärte gegenüber Mitarbeitern, sein Unternehmen sei offen für eine Verlangsamung der Entwicklung, äußerte jedoch die Sorge, dass Wettbewerber sich möglicherweise nicht koordinieren würden, wie Bloomberg unter Berufung auf Barron's berichtete.axios+1
Die New York Times berichtete, dass Technologieaktien in Asien, Europa und den Vereinigten Staaten fielen, während die Märkte die Warnungen verarbeiteten. Der Philadelphia Semiconductor Index sank um etwa 5 Prozent, während der südkoreanische Kospi um mehr als 3 Prozent nachgab.nytimes
Die Auswirkungen erstreckten sich weit über die Chiphersteller hinaus. Siemens Energy stürzte um etwa 8 Prozent auf 132,66 Euro ab, da Investoren das Narrativ der KI-getriebenen Stromnachfrage infrage stellten, das den Kursanstieg der Aktie befeuert hatte. In Spanien wurden Unternehmen mit Rechenzentrumsexposition hart getroffen: Solaria fiel um 8,4 Prozent, ACS verlor 6,5 Prozent und Acciona büßte 5,7 Prozent ein.democrata+2
XTB-Analyst Javier Cabrera bezeichnete die Abstrafung als "übertrieben", räumte jedoch ein, dass ein tatsächlicher Stopp der Technologieinvestitionen Unternehmen mit Rechenzentrumsexposition schaden würde. Analysten von Bankinter merkten an, dass hinter dem Alarm auch ein Interesse der KI-Unternehmen stecken könnte, Regierungen zu Regulierungen zu bewegen, die als Markteintrittsbarrieren gegen kleinere Wettbewerber dienen.democrata
UBS bestätigte das neutrale Rating für Infineon mit einem Kursziel von 64 Euro, was impliziert, dass die Aktie auf Basis der Schätzungen für 2027 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 21 gehandelt wird. Die nächste Ergebnisveröffentlichung von Infineon ist für den 10. November geplant und bietet Investoren den nächsten Einblick, wie sich das Nachfragebild im Bereich KI entwickelt.ad-hoc-news