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reutersreuters+1Tasnim News Agency+1Die Europäische Kommission versuchte am Donnerstag, die wachsenden Sorgen über die Energiebereitschaft Europas zu zerstreuen. Sie erklärte, es bestehe keine unmittelbare Gefahr für die Erdgasversorgung, obwohl die Speicherstände vor Beginn der winterlichen Heizperiode deutlich hinter denen der Vorjahre zurückbleiben.
Die Sprecherin der Europäischen Kommission, Eva Hrncirova, erklärte, die EU-Gasspeicher seien zu 62 % gefüllt und es gebe „keine unmittelbare Sorge um die Erdgasversorgung“ in der Gemeinschaft. Diese Erklärung erfolgt vor dem Hintergrund von Daten von Gas Infrastructure Europe, wonach die Speicher zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres zu 74 % gefüllt waren: eine Differenz von 12 Prozentpunkten, die unter Energieanalysten und politischen Entscheidungsträgern Sorgen schürt.reuters+1
Der aktuelle Füllstand ist laut S&P Global der niedrigste für Mitte bis Ende August seit mindestens fünf Jahren. Bloomberg berichtete Anfang des Monats, dass die EU-Bestände den niedrigsten saisonalen Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2009 erreicht hätten, wobei die Speicher Anfang August nur zu 57.1 % gefüllt waren.spglobal+1
Das Defizit ist weitgehend auf die wirtschaftlichen Folgen des Krieges der USA und Israels mit dem Iran zurückzuführen, der Ende Februar 2026 mit der Blockade der Straße von Hormus begann. Der Konflikt ließ die Preise für das richtungsweisende niederländische TTF-Gas in einer einzigen Sitzung Anfang März um fast 29 % in die Höhe schnellen. Seitdem verharren die Preise auf hohem Niveau, was Unternehmen davon abhält, Gas zur Einspeicherung zu erwerben.institutdelors+2
Der Guardian berichtete im Juli, dass europäische Länder in diesem Herbst rund 54 € pro Megawattstunde zahlen müssen, um ihre Vorräte aufzustocken. Die Gaspreise für Haushalte in den EU-Hauptstädten stiegen laut Euronews allein zwischen Anfang Februar und Anfang April um 6.8 %.Euronews.com+1
Zuvor hatte die EU den Mitgliedstaaten vorgeschrieben, ihre Speicher jedes Jahr bis zum 1. November zu 90 % zu füllen. Als Reaktion auf die Krise senkte die Kommission jedoch den geforderten Schwellenwert für die Wintersaison 2026/27 auf 80 %. Bei der derzeitigen Einspeicherungsrate von etwa 0.25 Prozentpunkten pro Tag schätzen Analysten, dass Europa bis zum Stichtag im November etwa 81 % erreichen könnte. Damit läge man zwar knapp auf Kurs für das gelockerte Ziel, hätte aber kaum Spielraum für Fehler.global-energy-flow+2
Trotz der Beruhigungsversuche der Kommission steht die Gemeinschaft vor einer deutlich angespannteren Energielage als in den Vorjahren, da die Speicherstände rund 15 bis 20 Prozentpunkte unter dem saisonalen Fünfjahresmittel liegen.EnergyRiskIQ+1