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globalbankingandfinanceglobalbankingandfinance+1digital-strategy.europa+1Europas Halbleiterindustrie steht vor einer „düsteren Zukunft“, eingezwängt zwischen chinesischen Exportkontrollen für kritische Materialien und einer tiefgreifenden technologischen Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten, EU-finanzierten Bericht hervor, der die strukturellen Schwachstellen aufdeckt, die die Chip-Ambitionen des Blocks bedrohen.
Der unabhängige Bericht, der vom Institut für Sicherheitsstudien der Europäischen Union und dem französischen Thinktank Institut Montaigne erstellt wurde, stellte fest, dass chinesische Beschränkungen für kritische Mineralien und Magnete sowie das Konfliktrisiko in der Taiwanstraße große Bedrohungen für Europas Chip-Lieferketten darstellen. Auf der anderen Seite schaffen die Abhängigkeit der EU von US-Technologie – einschließlich Chip-Design-Software – und die Möglichkeit, dass Washington Exporte von ASML , Europas wertvollstem Unternehmen, nach China blockieren könnte, zusätzliche Risiken.globalbankingandfinance+2
Der Bericht, der auf Quellen aus Industrie, Politik und Wissenschaft basiert, identifizierte zudem die anhaltend hohen Energiepreise in Europa, einen Mangel an privatem Kapital und den Rückgang der Industrien, die Halbleiter verbrauchen, als Faktoren, die die Wettbewerbsfähigkeit untergraben.marketscreener+1
Die Europäische Kommission hat Schritte unternommen, um diese Schwächen anzugehen. Im Juni schlug sie einen Chips Act 2.0 vor – der nun auf die Debatte durch EU-Gesetzgeber wartet –, der Anreize zur Steigerung der Nachfrage nach im Inland hergestellten Chips sowie umfassendere Maßnahmen zur Verringerung strategischer Abhängigkeiten enthält. Die überarbeitete Gesetzgebung zielt darauf ab, den Ansatz Europas von der Subventionierung einzelner Fertigungsanlagen hin zum Aufbau einer Wettbewerbsfähigkeit auf Ökosystemebene zu verlagern.digital-strategy.europa+2
Unabhängig davon unterzeichnete die Kommission am 23. Juni die „Pax Silica“-Erklärung und schloss sich damit einer von den USA geführten Initiative verbündeter Nationen an, die bei der Sicherung von Halbleiter- und KI-Lieferketten zusammenarbeiten. Die Erklärung verpflichtet die EU zur Zusammenarbeit mit globalen Partnern bei der Widerstandsfähigkeit der Lieferketten in einer Zeit, in der Halbleiter zunehmend als strategische Vermögenswerte behandelt werden.digital-strategy.europa+2
Trotz dieser politischen Reaktionen bleibt das Ausmaß der Herausforderung gewaltig. Der ursprüngliche European Chips Act, der im September 2023 in Kraft trat, setzte das Ziel, den globalen Marktanteil der EU bei Halbleitern bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Industrieverbände haben ein zentralisiertes EU-Halbleiterbudget von 20 Milliarden Euro gefordert und argumentiert, dass das überarbeitete Gesetz über symbolische Kapazitätsziele hinausgehen müsse. Ob die neuen Maßnahmen die tief verwurzelten Nachteile bei Energiekosten, Kapitalverfügbarkeit und Endkundennachfrage überwinden können, bleibt die zentrale Frage für die europäischen Entscheidungsträger.digitaleurope+1