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euronews+1.nbcnews.nbcnews.Bulgarien hat die Suche nach der Besatzung eines Frachtschiffs eingestellt, das nach einem Angriff durch See- und Luftdrohnen im Schwarzen Meer gesunken ist. Es wurden keine Überlebenden gefunden. Die Drohnen trafen zwei Handelsschiffe innerhalb der bulgarischen ausschließlichen Wirtschaftszone. Dies ist der erste derartige Angriff auf die Schifffahrt in den Gewässern eines NATO-Mitgliedsstaates. Das bulgarische Koordinierungszentrum für maritime Suche und Rettung teilte mit, dass der Einsatz für die unter der Flagge Togos fahrende Alfa Watan beendet sei und nicht wieder aufgenommen werde. Frühe Informationen deuten darauf hin, dass das Schiff innerhalb von etwa drei Minuten sank.apnews+2
Rumen Nikolov, Leiter der Rettungseinsätze bei der bulgarischen Schifffahrtsbehörde, sagte bei einer Pressekonferenz in Warna am Mittwoch, dass die Suche am Dienstag um 17.00 Uhr Ortszeit eingestellt wurde. Rettungskräfte fanden drei Rettungsinseln und ein gekentertes Rettungsboot des 83 Meter langen Schiffes, jedoch keine Besatzungsmitglieder. Er erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass noch Spuren der Seeleute gefunden würden, so Euronews. Euronews bezifferte die Zahl der Vermissten auf 10. Andere Medien berichteten, dass die Anzahl und Nationalität der Personen an Bord noch nicht bestätigt seien.newsofbahrain+1
Premierminister Rumen Radev sagte, die Drohnen hätten am 6. Oktober gegen 03.00 Uhr morgens etwa 70 Seemeilen östlich der Stadt Byala zugeschlagen. Die Alfa Watan, die in Richtung Norden fuhr, erlitt kritische strukturelle Schäden und sank auf der Stelle. Die unter der Flagge Palaus fahrende Able, die Weizen nach Süden transportierte, geriet in Brand. Eine bulgarische Fähre und ein schnelles Marineschiff evakuierten alle 18 Personen an Bord der Able: 11 türkische Staatsangehörige und sieben Inder. Zwei Seeleute mit schweren Verletzungen wurden in ein Krankenhaus in Warna geflogen.nbcnews+3
"Dies ist ein inakzeptabler Angriff in der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens. Es ist ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht und das Seerecht", sagte Radev nach einer Dringlichkeitssitzung der Regierung. Er erklärte, die Herkunft der Drohnen sei noch ungewiss und sie seien "entweder ukrainisch oder russisch" gewesen, so die New York Times.aljazeera+2
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, das ukrainische Militär sei in diesem Gebiet nicht operativ tätig gewesen. "Unsere Marine hat ihre Kollegen in Bulgarien kontaktiert, und es wurde festgestellt, dass es sich um einen kombinierten russischen Angriff unter Einsatz von See- und Luftdrohnen handelte", sagte er. Russische Beamte reagierten nicht sofort, und die NATO verwies Anfragen an die bulgarischen Behörden. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, bezeichnete das Muster der Angriffe auf zivile Schiffe als inakzeptabel und erklärte, die Behörden arbeiteten weiterhin daran, die Verantwortlichen zu identifizieren.arstechnica+3
Der Angriff erfolgte einen Tag, nachdem ein Drohnenangriff vor der rumänischen Küste ein türkisches Frachtschiff mit einer Ladung Mais in Brand gesetzt hatte. Es sank später, und rumänische Behörden meldeten zwei Todesopfer. Innerhalb von zwei Tagen wurden drei Schiffe mit Verbindungen zur Türkei getroffen. Das britische maritime Risikounternehmen Ambrey verzeichnete zwischen Juli und Ende September mehr als 210 Angriffe auf Handelsschiffe.foxnews+2
Präsidentin Iliana Yotova hat für Mittwochnachmittag eine Dringlichkeitssitzung des bulgarischen Sicherheitsrates einberufen, um über die maritime Sicherheit zu beraten. Radev warnte, dass die Angriffe "die Versicherungskosten weiter in die Höhe treiben und die Schifffahrt extrem erschweren".nbcnews