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apnews+1.apnews+1.reuters+2.Ein Erdbeben der Stärke 7.7 erschütterte am Freitag den südlich-zentralen Teil Panamas. In zentralen Städten stürzten Gebäude ein, in mehreren Provinzen fiel der Strom aus und Menschen flohen aus Wolkenkratzern in der Hauptstadt. Tsunami-Warnungen wurden für weite Teile der pazifischen Küste Lateinamerikas ausgegeben und später wieder aufgehoben. Der Panamakanal blieb normal in Betrieb.reuters+2
Das Beben ereignete sich laut dem U.S. Geological Survey um 12:56 Uhr Ortszeit in geringer Tiefe, etwa 10 Kilometer südwestlich der abgelegenen Gemeinde Pitaloza Arriba auf der Azuero-Halbinsel. Der USGS gab die Stärke zunächst mit 8.0 an, korrigierte sie dann auf 7.6 und schließlich auf 7.7. Das geowissenschaftliche Institut der Universität von Panama maß eine Stärke von 7.2. Es folgten Nachbeben, darunter Erschütterungen der Stärke 5.8 und 5.5.apnews+2
Omar Smith vom nationalen Zivilschutzdienst sagte, die Schäden konzentrierten sich auf die zentralen Provinzen Veraguas, Herrera und Los Santos. Er teilte mit, dass es keine Berichte über Schäden in Panama-Stadt gebe. Videos aus Penonomé in der Provinz Coclé zeigten eine einstürzende katholische Kathedrale und Teile einer Hotelfassade, die auf ein Auto fielen. Telemetro berichtete von etwa einem Dutzend eingestürzter Gebäude in Penonomé und schweren Schäden an sechs Gebäuden in Aguadulce, so The New York Times. CNN verifizierte Aufnahmen eines mehrstöckigen Gebäudes, das im Ferienort Playa Venao auf Autos stürzte.nytimes+2
Es wurden zunächst keine Opfer gemeldet. Ein Zivilschutzbeamter warnte, dass die Schadensbewertungen noch in einem frühen Stadium seien. Automatisierte USGS-Modelle gaben einen roten Alarm für potenzielle wirtschaftliche Verluste und einen gelben Alarm für mögliche Todesfälle aus. Beides sind Schätzungen, keine bestätigten Zahlen.apnews+2
"Das Haus hat Risse bekommen, und wir haben Angst, dass es über uns zusammenbrechen könnte", sagte Ricardo Brown, ein Bewohner der Provinz Herrera, gegenüber Reuters.thenationalnews
Der internationale Flughafen Tocumen stellte den Betrieb vorübergehend ein, und der Energieversorger Naturgy meldete Stromausfälle in sechs Provinzen, berichtete Reuters. Zwei U-Bahn-Linien in Panama-Stadt wurden eingestellt und das Bildungsministerium schloss landesweit die Schulen. Die Panamakanal-Behörde teilte mit, dass der Betrieb fortgesetzt werde, während Techniker die Anlagen inspizierten.khaleejtimes+3
Das Tsunami-Warnsystem der USA warnte zunächst, dass gefährliche Wellen die Küsten von neun Ländern, von Mexiko bis Peru, erreichen könnten. Später wurde mitgeteilt, dass keine Gefahr mehr bestehe.localnews8+2
Präsident José Raúl Mulino rief zur Ruhe auf. "Was passiert ist, sollte nicht dazu benutzt werden, Alarm oder Unordnung zu stiften", schrieb er auf X.apnews
Erdbeben sind in Panama ungewöhnlich und treffen normalerweise die westliche Provinz Chiriquí, berichtete AFP. Das Beben ereignete sich drei Tage vor einer für Montag geplanten nationalen Evakuierungsübung. Es folgt auf tödliche Erdbeben in diesem Jahr in Venezuela im Juni, bei denen laut Regierung fast 6.500 Menschen ums Leben kamen, sowie in Kolumbien im August.bbc+2