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ndtvprofit+1actionforex+1actionforex+1Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl fielen am Dienstag um mehr als 3 Prozent auf rund 87 bis 89 US-Dollar pro Barrel und erreichten damit den niedrigsten Stand seit dem 13. August. Zuvor hatte die New York Times berichtet, dass das US-Außenministerium plant, evakuierte Diplomaten an ihre Posten im Nahen Osten zurückzuschicken. Diesen Schritt werteten die Märkte als Zeichen dafür, dass Washington nicht mit einer Eskalation zu einem offenen Krieg mit dem Iran rechnet.actionforex+1
Der Rückgang weitete die Verluste des Vortages aus, als die Preise trotz der Ankündigung neuer Iran-Sanktionen nachgaben. Damit belief sich der zweitägige Rückgang von Brent auf rund 6 Prozent gegenüber den Höchstständen der vergangenen Woche.cnbc
Der Ausverkauf am Montag folgte auf die Ankündigung von Finanzminister Scott Bessent zu "Operation Economic Outcast", einer Sanktionskampagne, die er als "wirtschaftlichen D-Day" gegen den Iran bezeichnete. Das Paket richtete sich gegen mehr als 60 Unternehmen, Einzelpersonen und Schiffe und weitete die Befugnisse für Sekundärsanktionen auf digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt aus.ktvl+3
Dennoch wurden bei der Vorstellung weder große chinesische Banken namentlich genannt oder bestraft, noch wurden feste Fristen für die Einhaltung gesetzt oder Konsequenzen für Länder angedroht, die den Handel mit dem Iran aufrechterhalten. Da China rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte abnimmt, warf diese Auslassung Fragen auf, wie verbindlich die Maßnahmen tatsächlich sein würden. Das Pekinger Außenministerium wies das Paket am Dienstag als "illegale einseitige Sanktionen" zurück.economist+1
Der Economist stellte fest, dass Bessent "weder Länder nannte noch Fristen setzte", während der Iran den Plan als "Prahlerei" abtat.economist
Ein weiterer Katalysator am Dienstag war der Bericht der Times, wonach das Außenministerium laut einem internen Dokument die personelle Besetzung seiner diplomatischen Vertretungen in Israel, im Libanon, in Saudi-Arabien, Katar, Jordanien, Oman, im Irak und in Kuwait wieder hochfahren will. Diese Rückkehr deutet darauf hin, dass Washington das unmittelbare Risiko einer erneuten großen militärischen Eskalation in der Region als geringer einschätzt.ndtvprofit
Das Signal fällt mit aktiven diplomatischen Kanälen unter Beteiligung von Pakistan, Oman und Katar sowie Berichten über Gespräche über ein Abkommen zwischen dem Iran und Oman zur Kontrolle der Straße von Hormus zusammen. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte jedoch, die USA schlössen militärische Schläge im Iran oder an der Meerenge nicht aus, und frühere Vermittlungsbemühungen blieben ergebnislos.actionforex
Die Märkte scheinen eher eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Deeskalation einzupreisen als die Deeskalation selbst. Der zweitägige Rückgang spiegelt den Abbau der geopolitischen Risikoprämie wider, die sich während der Rallye der vergangenen Woche aufgebaut hatte, als Brent um mehr als 5 Prozent zulegte. Jeder Schritt Washingtons zur strengeren Durchsetzung von Sanktionen gegen chinesische Unternehmen oder eine erneute militärische Eskalation an der Meerenge könnte diese Preisentwicklung schnell wieder umkehren.cnbc+1