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investingliveinvestinglive+1reuters+1Die Citigroup hat am Montag laut Reuters ihr Kursziel für Gold auf Sicht von null bis drei Monaten von 4.500 auf 4.800 US-Dollar je Unze angehoben. Die größten Rohstoff-Desks der Wall Street sind sich zunehmend einig, dass die Rally des Edelmetalls trotz anhaltender Inflationsrisiken noch weitergehen wird.tradingview
Citi beließ ihr Kursziel auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten unverändert bei 5.000 US-Dollar. Als Treiber, die den Aufstieg des Goldes in diesem Zeitraum stützen dürften, nannte die Bank eine eventuelle Entspannung der Lage an der Straße von Hormus, niedrigere Realzinsen und eine weniger restriktive US-Notenbank. Die Heraufstufung erfolgt, nachdem Gold in der vergangenen Woche auf ein Dreimonatshoch gestiegen war. Am Montag erreichte der Spotpreis mit 4.680,70 US-Dollar den höchsten Stand seit Mitte Mai, gestützt durch einen schwächeren Dollar und eine bullishe technische Dynamik.investinglive+1
JPMorgan sieht Gold kurzfristig in einer Handelsspanne von 4.500 bis 5.000 US-Dollar und bezeichnete die in dieser Woche anstehenden Kern-PCE-Daten sowie das Jackson-Hole-Symposium als entscheidende Impulsgeber. Die Bank warnte, dass ein unerwartet hoher PCE-Wert wahrscheinlich einen erneuten Test des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts auslösen würde. Dagegen könnten schwächere Inflationsdaten in Kombination mit einer aus Sicht der Märkte unklaren Kommunikation aus Jackson Hole die Preise innerhalb weniger Tage in Richtung 5.000 US-Dollar treiben. JPMorgan verwies auf die Goldpreisbewegung von rund 1.100 US-Dollar in einem einzigen Monat im Januar als Beleg dafür, dass Schwankungen dieser Größenordnung weiterhin plausibel sind.cryptobriefing+1
Die optimistischen Aussichten beschränken sich keineswegs nur auf diese beiden Institute. Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. prognostiziert für Ende 2026 ein Goldziel von nahe 4.900 US-Dollar, während die Bank of America und die UBS Gold mittelfristig auf dem Weg in Richtung 5.000 US-Dollar sehen. Die Deutsche Bank hält an ihrer Prognose von rund 4.600 US-Dollar bis zum Jahresende fest. Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei der ING, stellte fest, dass die Erholung auf einem solideren Fundament steht. Dafür sprächen die wieder anziehenden ETF-Käufe, wachsende fiskalische Sorgen und die Widerstandsfähigkeit des Goldes trotz der hohen Renditen.kitco+2
Trotz des Konsenses bleiben Risiken bestehen. Das Protokoll der Fed-Sitzung im Juli zeigte, dass einige Entscheidungsträger eine sofortige Zinserhöhung befürworteten, während andere bereit waren, eine weitere Straffung zu unterstützen, falls die Inflation hoch bleibt. Steigende Energiepreise heizen den Preisdruck in den USA weiter an, was die Geldpolitik länger restriktiv halten könnte. Die eigene Prognose der ING für das vierte Quartal von 4.150 US-Dollar je Unze, die deutlich unter dem aktuellen Spotpreis liegt, spiegelt die Ansicht wider, dass eine anhaltende Inflation die Gewinne begrenzen könnte. Manthey räumte jedoch ein, dass für diese Prognose „zunehmend deutliche Aufwärtsrisiken“ bestehen.kitco