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reuters+1echolivereuters+1Boston Scientific gab am Mittwoch bekannt, dass ein am 25. August 2026 entdeckter Cyberangriff den weltweiten Betrieb beeinträchtigt, einschließlich der Fähigkeit des Unternehmens, Kundenbestellungen zu bearbeiten und zu versenden. Der in Marlborough, Massachusetts, ansässige Medizintechnikhersteller reichte am 26. August eine entsprechende Mitteilung (Formular 8-K) bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Darin heißt es, dass Protokolle zur Reaktion auf Vorfälle aktiviert und externe Cybersicherheitsexperten eingeschaltet wurden, wobei der Zeitrahmen für eine vollständige Wiederherstellung noch unklar ist.stocktitan+1
Der Sicherheitsvorfall hat den Zugriff auf Informationssysteme und Geschäftsanwendungen eingeschränkt, die den Kernbetrieb unterstützen. In einer internen E-Mail, die um 4:00 Uhr irischer Zeit versendet wurde, erklärte Catherine Stoessel, Senior Vice President und Chief Information Officer des Unternehmens, den Mitarbeitern, dass "die Wiederherstellung schrittweise erfolgen werde, wobei Standorte und Bereiche nach geschäftlicher Dringlichkeit priorisiert werden".echolive
Die Mitarbeiter im Werk von Boston Scientific im irischen Cork wurden angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten, während die Beschäftigten der vorherigen Tagschicht bereits um 14:00 Uhr bei voller Bezahlung nach Hause geschickt worden waren. Auch die Leiharbeiter der Spätschicht wurden nach Hause geschickt. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 7.000 Mitarbeiter an drei irischen Standorten in Cork, Clonmel und Galway.echolive
Die Aktie fiel am Mittwoch im vorbörslichen Handel laut Reuters um rund 3,5 Prozent. Das Papier stand in diesem Jahr bereits unter Druck, nachdem das Unternehmen Ende Juli seine Prognose für das organische Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2026 von zuvor 6,5 bis 8 Prozent auf 5 bis 6 Prozent gesenkt hatte.fiercebiotech+1
Der Angriff reiht Boston Scientific in eine wachsende Liste von Gesundheits- und Medizintechnikunternehmen ein, die im Jahr 2026 ins Visier von Hackern geraten sind. Medtronic meldete im April unbefugten Zugriff auf einige seiner IT-Systeme, während Stryker im März Opfer eines schweren Angriffs wurde, der die Geräte von Mitarbeitern lahmlegte: Die Hacker behaupteten, im Auftrag des Iran zu handeln.marketscreener+1
Laut Check Point Research waren Organisationen im Juli durchschnittlich 2.336 Cyberangriffen pro Woche ausgesetzt, was einem Anstieg von fast 14 Prozent seit Mai entspricht.marketscreener
Boston Scientific erklärte, es sei noch nicht geklärt, ob der Vorfall "mit hinreichender Wahrscheinlichkeit wesentliche Auswirkungen" auf das Geschäft haben werde. Als potenzielle Risiken nannte das Unternehmen unter anderem Gerichtsverfahren, Reputationsschäden und behördliche Untersuchungen.cnbc+1