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reutersjapantimes+1reuters+1Kazuyuki Masu, Mitglied des Rats der Bank of Japan, erklärte am Donnerstag, dass die Zentralbank ihren Leitzins weiter anheben werde, und warnte davor, dass sie bei einem Anziehen der Inflation zu raschen Schritten gezwungen sein könnte. Damit setzte er das letzte geldpolitische Signal vor der für nächste Woche allgemein erwarteten Zinserhöhung.
In einer Rede vor Wirtschaftskreisen in der Präfektur Fukui sagte Masu, dass sich die zugrundeliegende Inflation zwar dem 2%-Ziel der BOJ nähere, dieses aber noch nicht erreicht habe und die Finanzbedingungen weiterhin akkommodierend seien. „Sollte sich die Inflation hier beschleunigen, besteht das Risiko, dass wir die Zinssätze zwangsläufig rasch anheben müssen“, zitierte ihn Reuters. Er fügte hinzu, dass die BOJ die Realzinsen „so schnell wie möglich“ aus dem negativen Bereich führen und den Leitzins fest in der geschätzten neutralen Spanne von 1,1 % bis 2,5 % verankern müsse.moomoo+1
Masu, eine ehemalige Führungskraft von Mitsubishi Corp., der dem Rat im Juli 2025 beitrat, wies auf mehrere Quellen anhaltenden Preisdrucks hin. Steigende Treibstoff- und Chemiekosten im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran könnten sich als mehr als ein vorübergehender Schock erweisen, sagte er. Zudem warnte er, dass höhere Transportkosten für importierte Rohstoffe und gestiegene Düngemittelpreise die Nahrungsmittelkosten nach oben treiben. Auch ein jüngster Anstieg der Erzeugerpreise um 7 % verdiene Aufmerksamkeit, da Unternehmen eher bereit zu sein schienen, Kosten an die Verbraucher weiterzugeben als in der Vergangenheit.reuters+2
Masu ist das letzte BOJ-Ratsmitglied, das vor der Zinsentscheidung am 17. und 18. September spricht. Seine Äußerungen verstärkten die fast universellen Erwartungen einer Anhebung um 25 Basispunkte, mit der der Leitzins von 1 % auf 1,25 % steigen würde. Swap-Kontrakte signalisieren eine Wahrscheinlichkeit von rund 97 % für einen solchen Schritt. Eine Reuters-Umfrage vom 1. bis 8. September ergab, dass 66 von 68 befragten Ökonomen die Zinserhöhung erwarten, verglichen mit 57 % in der vorherigen Umfrage.ua+2
Jüngste Konjunkturdaten stützen diese Haltung. Die Nominallöhne in Japan stiegen im Juli im Jahresvergleich um 4,7 %, der stärkste Zuwachs seit 1997, während das BIP-Wachstum im zweiten Quartal auf aufs Jahr hochgerechnete 1,4 % nach oben korrigiert wurde. Ma Tieying, Ökonomin bei DBS Group Research, bezeichnete die Erhöhung als „nahezu beschlossene Sache“, warnte jedoch davor, dass ein ungewöhnlich großer Schritt um 50 Basispunkte eine erneute Auflösung von Yen-Carry-Trades auslösen könnte.fxstreet+1
Da eine Erhöhung im September weitgehend eingepreist ist, konzentrieren sich die Märkte nun darauf, wie schnell die BOJ danach vorgehen wird. Die Reuters-Umfrage ergab, dass die Bank bis zum zweiten Quartal 2027 voraussichtlich 1,75 % erreichen wird, früher als zuvor prognostiziert. MUFG Research und Daiwa Capital Markets erwarten beide weitere Anhebungen in diesem Jahr, während Nomura Securities eine Ausnahme bildet und die Wahrscheinlichkeit eines Schritts im September nur auf 10 % schätzt und stattdessen den Oktober präferiert.reuters+1
Der Nikkei 225 fiel am Donnerstag um 0,19 %, da Ölpreise von über 100 Dollar pro Barrel und Zinserwartungen die Stimmung belasteten, während der Yen bei etwa 153 zum Dollar gehandelt wurde, nachdem er sich im September bislang um etwa 4 % gefestigt hatte.newsonjapan