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itv+1hollywoodreporterpaBAFTA entschuldigte sich am Freitag "vorbehaltlos" bei der schwarzen Gemeinschaft und Menschen mit Behinderungen, nachdem eine unabhängige Untersuchung ergab, dass Planungsfehler und verfahrenstechnische Lücken die Ausstrahlung einer rassistischen Beleidigung während der Filmpreisverleihung 2026 ermöglichten. Die von Rise Associates durchgeführte Untersuchung identifizierte "eine Reihe struktureller Schwächen" in der Planung, den Eskalationsverfahren und der Krisenkoordination der Organisation, fand jedoch keine Beweise für böswillige Absichten oder institutionellen Rassismus.itv+1
Der Vorfall ereignete sich am 22. Februar bei den 79. BAFTA Film Awards in der Londoner Royal Festival Hall, als der Tourette-Syndrom-Aktivist John Davidson unfreiwillig das N-Wort rief, während die Schauspieler Michael B. Jordan und Delroy Lindo den Preis für die besten visuellen Effekte überreichten. Trotz einer zweistündigen Zeitverzögerung bei der Ausstrahlung auf BBC One wurde die Beleidigung nicht herausgeschnitten und blieb bis etwa 9:30 Uhr am nächsten Morgen auf dem Streaming-Dienst BBC iPlayer verfügbar.hollywoodreporter+2
In seiner Antwort erkannte BAFTA die Schlussfolgerungen der Untersuchung voll an. "Wir haben die Auswirkungen eines solchen Vorfalls in einer Live-Veranstaltung nicht angemessen vorhergesehen oder uns vollständig darauf vorbereitet, und infolgedessen wurde unsere Sorgfaltspflicht gegenüber allen Anwesenden bei der Zeremonie und den Zuschauern zu Hause nicht erfüllt", erklärte die Organisation. BAFTA fügte hinzu, dass sie direkt an die von dem Vorfall betroffenen Personen geschrieben habe und dass die Arbeit an den im Bericht aufgezeigten Verbesserungsbereichen "vorrangig" vorangetrieben werde.bbc+1
Die BAFTA-Untersuchung folgte auf eine separate Feststellung der Executive Complaints Unit der BBC Anfang der Woche, die entschied, dass die Ausstrahlung einen Verstoß gegen redaktionelle Standards darstellte. Die ECU stellte fest, dass die Einbeziehung der Beleidigung "höchst beleidigend" war und "keine redaktionelle Rechtfertigung" hatte, akzeptierte jedoch, dass die Ausstrahlung unbeabsichtigt war. Die Untersuchung ergab, dass das Produktionsteam etwa 10 Minuten später erfolgreich ein zweites Vorkommen der Beleidigung identifizierte und entfernte, das erste jedoch übersah, da es offenbar glaubte, es sei auf der Aufnahme nicht hörbar. Der Chief Content Officer der BBC sandte Entschuldigungsschreiben an Jordan, Lindo und Davidson.turkiyetoday+1
Die Untersuchung von Rise Associates beschrieb den Vorfall als "eine komplizierte Konvergenz von Behinderung, den Risiken von Live-Übertragungen und der Verwendung von Sprache, die vor einem schmerzhaften und bedeutenden historischen Hintergrund steht". Während die Untersuchung BAFTA von institutionellem Rassismus freisprach, stellte sie klar, dass die Prozesse der Organisation nicht mit ihren erklärten Zielen für Vielfalt und Inklusion Schritt gehalten hätten. Davidson, dessen Leben mit dem Tourette-Syndrom den BAFTA-nominierten Film "I Swear" inspirierte, hat sich öffentlich für die Beleidigung entschuldigt, die nach seinen Angaben unfreiwillig war.bbc+3