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dailysabah+1archaeologyarchaeologyBei Ausgrabungen in der antiken Stadt Sardes im Westen der Türkei haben Archäologen eine monumentale Marmorstatue eines jungen Mannes aus der Zeit vor etwa 2.500 Jahren freigelegt. Offizielle Stellen bezeichneten den Fund als eine der bedeutendsten jüngsten Entdeckungen der anatolischen Archäologie.
Der türkische Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Nuri Ersoy, gab die Entdeckung am Montag, dem 3. August, in den sozialen Medien bekannt. Er erklärte, dass die 2,2 Meter hohe Statue aus der Zeit zwischen 470 und 450 v. Chr. stammt und zu den seltenen erhaltenen Beispielen monumentaler Bildhauerkunst dieser Epoche gehört. Die Statue wurde im Rahmen laufender Ausgrabungen am UNESCO-Weltkulturerbe im Bezirk Salihli der Provinz Manisa gefunden, die unter der Aufsicht der türkischen Generaldirektion für Kulturerbe und Museen durchgeführt werden.dailysabah+1
Die Figur stellt einen stehenden jungen Mann dar, der ein schweres Himation über einem dünnen Chiton sowie ein waagerecht gestreiftes Gewand trägt. Laut Forschenden gibt es dafür weder in Anatolien noch auf dem griechischen Festland bekannte Parallelen, was auf eine starke lokale lydische Kunsttradition hindeutet. Der junge Mann hält zudem ein Objekt, bei dem es sich vermutlich um eine Quitte handelt: möglicherweise eine Votivgabe, die neue Erkenntnisse über religiöse Praktiken während der achämenidisch-persischen Zeit liefern könnte, als Sardes als Hauptstadt der westlichen Satrapik des Reiches diente.archaeology
Die Statue wurde in zwei großen Teilen geborgen, wobei die Füße und mehrere kleinere Fragmente fehlen. Forschende stellten fest, dass sie in der Römerzeit als Pflasterung unter einer Säulenstraße am Stadteingang wiederverwendet worden war. Die Platzierung mit dem Gesicht nach unten im Straßenbelag trug laut Behörden dazu bei, die Gesichtszüge und die feinen Meißelarbeiten über Jahrhunderte hinweg zu schützen.dailysabah+1
Während die starre Pose und das lange Haar an Bildhauertraditionen des sechsten Jahrhunderts v. Chr. erinnern, spiegelt die Ausarbeitung von Gesicht und Händen nach Angaben des Ausgrabungsteams den aufkommenden klassischen Stil des frühen fünften Jahrhunderts v. Chr. wider.archaeology
Nach Konservierung, wissenschaftlicher Analyse und Restaurierung wird die Statue im Museum von Manisa der Öffentlichkeit präsentiert, teilte das Ministerium für Kultur und Tourismus mit. Experten glauben, dass die Entdeckung neue Einblicke darin liefern könnte, wie die antiken Städte Lydiens ihre Kunst und Architektur im breiteren Kontext der antiken Welt entwickelten.mezha+1