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arabnews+1centcom+1morningstar+1Die fragile Ruhe, die im Juni über den Schuldenmärkten im Nahen Osten eingekehrt war, ist zerbrochen, da die Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran wieder voll entbrannt sind, was die Risikoprämien in die Höhe treibt und droht, die wochenlange Erholung bei regionalen Anleihen zunichtezumachen.
Das Scheitern des Waffenstillstands – der am 8. Juli während des NATO-Gipfels in Ankara von Präsident Donald Trump für "beendet" erklärt wurde – hat eine neue Verkaufswelle auf den Anleihen- und Sukuk-Märkten des Golf-Kooperationsrates (GCC) ausgelöst. Die Spreads für GCC-Anleihen, die sich laut Fitch Ratings bis Mitte Juni auf ein Niveau nahe der Zeit vor dem Konflikt von etwa 89 Basispunkten verengt hatten, weiten sich nun wieder aus, da Anleger das Risiko des Haltens regionaler Schuldtitel inmitten anhaltender militärischer Operationen neu bewerten.aljazeera+2
Das U.S. Central Command hat seit dem Zusammenbruch des Waffenstillstands mehrere Angriffswellen gegen iranische militärische Ziele durchgeführt und dabei Luftabwehrsysteme, Küstenradarstationen und Raketenkapazitäten in einem weiten Teil des Irans getroffen. Der Iran hat darauf mit Angriffen auf US-Verbündete in der Region reagiert, darunter ein Angriff auf Schiffe der Vereinigten Arabischen Emirate in omanischen Gewässern, bei dem ein Besatzungsmitglied getötet wurde.cnn+1
Die Wiedereinführung der US-Seeblockade gegen iranische Häfen, die mit Wirkung ab dieser Woche angekündigt wurde, hat die Energiemärkte weiter erschüttert. Die Ölpreise stiegen am Donnerstag den vierten Tag in Folge, wobei Brent-Rohöl auf etwa 85 Dollar pro Barrel kletterte – nahe einem Ein-Monats-Hoch –, da Händler anhaltende Versorgungsunterbrechungen durch die Straße von Hormus einpreisten, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl und Flüssigerdgas abgewickelt wird.wkzo+1
Das diplomatische Bild bot wenig Beruhigung. Am 10. Juli behauptete Trump, der Iran habe um weitere Verhandlungen gebeten, doch das Außenministerium in Teheran bestritt eine solche Anfrage und erklärte lediglich, man habe einen Vermittlungsbesuch aus Katar akzeptiert. Die widersprüchlichen Signale haben die Unsicherheit für Anleger vergrößert, die bereits durch die Entscheidung des US-Finanzministeriums beunruhigt waren, seine 60-tägige Sanktionsausnahmeregelung für iranisches Öl mit Wirkung zum 17. Juli zu widerrufen.aljazeera+1
Bitcoin fiel in den ersten Tagen nach dem Zusammenbruch des Waffenstillstands unter 63.000 Dollar, als die Risikobereitschaft bei digitalen Vermögenswerten schwand, hat sich jedoch seitdem aufgrund weicherer US-Inflationsdaten auf etwa 65.000 Dollar erholt.investing+2
Der erneute Stress markiert eine Umkehr für die GCC-Kreditmärkte, die während des Waffenstillstands im Juni eine Erholung verzeichnet hatten. Der Spread des S&P 500 GCC Sukuk Index hatte sich von etwa 100 Basispunkten Ende März auf 67 Basispunkte bis zum 15. Juni verengt, während die Spreads für hochverzinsliche GCC-Sukuks im gleichen Zeitraum von 390 auf 251 Basispunkte fielen. Dieser Fortschritt droht nun zunichtegemacht zu werden, da die Renditen 10-jähriger US- und europäischer Staatsanleihen am Montag aufgrund steigender Ölpreise und Inflationsängste Acht-Wochen-Höchststände erreichten.arabnews+2
Analysten von Citi haben angedeutet, dass die USA und der Iran wahrscheinlich innerhalb weniger Wochen zu Verhandlungen zurückkehren werden, aber da beide Seiten widersprüchliche Darstellungen der diplomatischen Lage liefern, scheinen Anleiheinvestoren nicht bereit zu sein, auf eine schnelle Lösung zu setzen.cnbc