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ft+1eadaily+1ofac.treasury+1Die geplante Übernahme des Auslandskohlenwasserstoffgeschäfts von Lukoil durch die Carlyle Group (The Carlyle Group Inc. ) steckt seit fast zehn Monaten im Genehmigungsverfahren der US-Regierung fest. Dies führt laut Financial Times dazu, dass in Europa täglich rund 400.000 Barrel an Raffineriekapazität ungenutzt bleiben, während die weltweiten Kraftstoffpreise steigen.ft
Die am 29. Januar 2026 angekündigte Transaktion würde Russlands zweitgrößten Ölkonzern von Vermögenswerten in 17 Ländern trennen, darunter Upstream-Aktivitäten im Irak, Raffinerien in Rumänien und Bulgarien sowie Tankstellennetze in mehreren Märkten. Die Beteiligungen in Kasachstan, darunter Anteile an den Feldern Tengis und Karatschaganak, wurden aus der Transaktion ausgeklammert. Analysten bewerten das Portfolio mit rund 22 Milliarden US-Dollar.streamlinefeed+2
Das Office of Foreign Assets Control (OFAC), die für die Durchsetzung von Sanktionen zuständige Abteilung des US-Finanzministeriums, hat eine Reihe von Generallizenzen erlassen (mittlerweile in der zehnten Version), die die Fortführung von Verhandlungen und Due-Diligence-Prüfungen ermöglichen. Die jüngste Lizenz, GL 131J, gilt bis zum 22. Oktober 2026. Doch die OFAC hat eine klare Grenze gezogen: Die Lizenzen erlauben Gespräche, keinen Abschluss. Jeder Vertrag muss "ausdrücklich von der Erteilung einer gesonderten Genehmigung durch die OFAC abhängig gemacht werden", und eine solche Genehmigung wurde bisher nicht erteilt.ofac.treasury
Die sanktionsrechtlichen Maßnahmen gehen auf den 22. Oktober 2025 zurück, als die OFAC Lukoil auf die Sanktionsliste setzte, um den Druck auf den russischen Energiesektor wegen des Krieges in der Ukraine zu erhöhen. Großbritannien folgte mit eigenen Beschränkungen. Am 12. August erließ das britische Office of Financial Sanctions Implementation eine Generallizenz, die die Lukoil International GmbH bis Februar 2027 von den Sanktionen ausnimmt, und verlängerte die Ausnahmeregelungen für die bulgarische Tochtergesellschaft bis zum 29. Oktober.streamlinefeed+1
Carlyle setzt die Due-Diligence-Prüfung fort und hat Partnerschaften geprüft, um die Komplexität des Deals aufzuteilen. Die Vereinbarung ist nicht exklusiv; Lukoil hat auch Gespräche mit ExxonMobil (Exxon Mobil Corporation ), Chevron , Quantum Energy Partners und der IHC aus Abu Dhabi geführt.cryptobriefing
Die sichtbarsten Auswirkungen zeigen sich in Rumänien. Die Petrotel-Raffinerie von Lukoil in Ploiești, die rund 20 % der Raffineriekapazität des Landes ausmacht, ist seit Oktober 2025 geschlossen und hat im August ein Insolvenzverfahren eröffnet. Rund 460 Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen des Werks droht der Konkurs, und etwa 8.000 Beschäftigte haben ihre Arbeit verloren.eadaily+1
In Bulgarien arbeitet die Raffinerie Neftohim Burgas, mit einer Kapazität von 190.000 Barrel pro Tag die größte in Südosteuropa, unter einem externen Verwalter, hat ihre Auslastung jedoch auf den höchsten Stand seit fünf bis sechs Jahren gesteigert.streamlinefeed
Carlyle erklärte gegenüber der Financial Times, dass "bei den europäischen Vermögenswerten von Lukoil erhebliche ungenutzte Raffineriekapazitäten vorhanden sind, die dazu beitragen könnten, zusätzliches Angebot an raffinierten Produkten auf den Markt zu bringen". Die europäischen Regierungen stehen nun vor einem schwierigen Abwägungsprozess zwischen der Durchsetzung von Sanktionen und dem Schutz der heimischen Energiesicherheit: ein Spannungsfeld, das sich mit jedem Monat, in dem der Deal nicht unterzeichnet wird, weiter verschärft.streamlinefeed