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reuters+1ttnewspulse2Ein von FedEx und Advent International geführtes Konsortium hat am Freitag sein Übernahmeangebot für den polnischen Paketautomatenbetreiber InPost abgeschlossen, nachdem es sich rund 89,81 % der Anteile gesichert hatte. Damit wurde die Mindestannahmeschwelle von 80 % überschritten, was den Weg für eine der größten Logistiktransaktionen in Europa in diesem Jahr ebnet.bloomberg+1
Das Barangebot von 15,60 Euro pro Aktie bewertet InPost laut Bloomberg mit 7,8 Milliarden Euro (8,9 Milliarden Dollar). Die Angebotsfrist, die im Mai begann, wurde bis zum 18. September verlängert, während das Konsortium auf die endgültigen behördlichen Genehmigungen wartete, einschließlich der am 18. August erteilten Freigabe durch die Europäische Kommission.reuters+2
Nach Abschluss der Transaktion werden FedEx und Advent jeweils 37 % des kontrollierenden Konsortiums halten. A&R Investments, das Vehikel des InPost-Gründers und CEO Rafał Brzoska, behält 16 %, während die tschechische Investmentgruppe PPF die restlichen 10 % hält. Brzoska bleibt CEO, und InPost behält seine Marke, seinen polnischen Hauptsitz sowie die bestehende Managementstruktur.pulse2+2
Der Angebotspreis von 15,60 Euro entsprach einem Aufschlag von 50 % gegenüber dem unbeeinflussten Schlusskurs von InPost von 10,40 Euro am 2. Januar, lag jedoch unter dem Börsenkurs des Unternehmens bei seinem Debüt an der Euronext Amsterdam im Jahr 2021.ttnews
Das Konsortium plant, InPost von der Euronext Amsterdam zu nehmen und die vollständige Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen. Bis zum 23. September wird bekannt gegeben, ob das Angebot für unbedingt erklärt wurde, und es könnte eine Nachannahmefrist für weitere Aktionäre eröffnet werden. Sollte der Anteil unter 95 % bleiben, beabsichtigt die Gruppe, eine Abspaltung und Liquidation nach Abschluss der Transaktion zu verfolgen, um das gesamte Unternehmen zu erwerben; das Erreichen von 95 % würde es ermöglichen, die verbleibenden Aktionäre auszuschließen.reuters+1
Die Transaktion verschafft FedEx sofortigen Zugang zu einem der größten europäischen Netzwerke für Lieferungen außerhalb des Hauses, das mehr als 61 000 automatisierte Paketstationen und über 33 000 Abhol- und Rückgabestellen in neun Ländern umfasst. InPost lieferte 2025 rund 1,4 Milliarden Pakete aus, wobei sich das Volumen zwischen 2020 und 2025 vervierfachte, da sich Verbraucher zunehmend für die Lieferung an Paketstationen statt an die Haustür entschieden.pulse2
Die beiden Unternehmen planen, operativ unabhängig zu bleiben und gleichzeitig kommerzielle Vereinbarungen zu treffen, die das globale Netzwerk von FedEx mit rund 3 Millionen Geschäftskunden mit der Infrastruktur von InPost für die letzte Meile verbinden. FedEx teilte mit, dass sein Anteil an der Investition mit rund 2,6 Milliarden Dollar bewertet wurde, was durch verfügbare Barmittel sowie bestehende oder neue Liquiditätsquellen finanziert werden soll.pulse2