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businesstimes+1digitimes+1carnewschina+1BYD hat sein Absatzziel im Ausland für 2026 von zuvor 1,5 Millionen auf 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeuge angehoben. Für 2027 wird ein Ziel von mehr als 2,5 Millionen verkauften Einheiten außerhalb Chinas angestrebt. Dies geht aus einer Mitteilung von Deutsche Bank Research hervor, die auf einer Investorenkonferenz am Montag, dem 7. September, basiert. Wie Digitimes berichtet, prüft der chinesische Automobilhersteller zudem einen Auftrag im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar für zusätzliche Autotransporter, um seine eigene Schiffsflotte auszubauen.ad-hoc-news+3
Die angepassten Ziele spiegeln die Entwicklung eines Unternehmens wider, dessen internationales Geschäft das Inlandsgeschäft überholt hat. Im ersten Halbjahr 2026 übertrafen die Auslandserlöse erstmals die Verkäufe in China: Mit 181,3 Milliarden Yuan (27 Milliarden US-Dollar) machten sie 53 Prozent des Gesamtumsatzes aus, obwohl der Gesamtumsatz im Jahresvergleich um 7,1 Prozent sank. Zwischen Januar und August verschiffte BYD 1,16 Millionen Fahrzeuge ins Ausland, was einem Anstieg von 86 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.digitimes+2
BYD betreibt derzeit eine Flotte von acht mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Autotransportern, darunter die BYD Shenzhen, das weltweit größte Schiff dieser Art mit einer Kapazität von 9.200 Fahrzeugen. Der ins Auge gefasste Auftrag über 1 Milliarde US-Dollar würde die Flotte um zehn Transporter für jeweils 8.200 Fahrzeuge erweitern. Dies geht aus einem Bericht von EVsays hervor, wonach die Vereinbarung bereits am 1. September unterzeichnet wurde. Digitimes stellte den Auftrag hingegen als noch in der Prüfungsphase dar. Führungskräfte räumten auf der Investorenkonferenz ein, dass logistische Engpässe beim Transport die Exportmengen zu Beginn des Jahres eingeschränkt hatten.autonewgen+4
Auf der Produktionsseite ist das BYD-Werk in Indonesien bereits in Betrieb, während die Fabrik in Brasilien auf eine Jahreskapazität von 300,000 Fahrzeugen hochgefahren wird. Die ersten Autos sollen voraussichtlich bis Dezember in einem ungarischen Werk vom Band laufen. Zudem baut das Unternehmen 6.000 Schnellladestationen in Europa und Amerika auf, mit dem übergeordneten Ziel von weltweit 90.000 Stationen bis Ende 2028.businesstimes
Die Auslandsoffensive erfolgt vor dem Hintergrund eines schwächelnden Heimatmarktes. Die Verkäufe in China gingen in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 stark zurück, sodass die Exporte den Rückgang auffangen mussten. Der Nettogewinn für das erste Halbjahr sank um 21 Prozent auf 12,33 Milliarden Yuan. Die Rentabilität im Auslandsgeschäft wurde auf rund 20.000 Yuan (2.980 US-Dollar) pro Fahrzeug prognostiziert. Dieses Niveau will das Management kurzfristig halten, da Volumensteigerungen durch anhaltende Investitionen in die Auslandsinfrastruktur ausgeglichen werden.wsj+2
Der Wettbewerbsdruck, den BYD auf die etablierten europäischen Hersteller ausübt, ist bereits spürbar. Der Aufsichtsrat von Volkswagen billigte am 3. September Pläne zum Abbau von 50.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen und zur Einstellung der Fahrzeugproduktion in vier deutschen Werken. Als Hauptgründe wurden die chinesische Konkurrenz und US-Zölle genannt. Für BYD hängt es nun davon ab, wie schnell die Auslandsverkäufe die Schwäche auf dem Heimatmarkt kompensieren können, damit sich die steigenden Exportzahlen in ein nachhaltiges Gewinnwachstum und einen sich erholenden Aktienkurs übersetzen.ad-hoc-news+3