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fortune+1businessamlive+1businessamliveSechs Monate nachdem die Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar Militäroperationen gegen den Iran gestartet haben, hat die Weltwirtschaft die Rezession vermieden, die viele Prognostiker ursprünglich vorhergesagt hatten. Die Aktienmärkte haben sich erholt, die Ölpreise sind von ihren Höchstständen zurückgegangen, und das Wachstum hat sich – wenn auch langsamer – besser gehalten, als es die frühen Worst-Case-Szenarien vermuten ließen.
"Bisher hat die Weltwirtschaft das finanzielle Äquivalent einer 'Mission Impossible'-Szene vollbracht", sagte Michael Ashley Schulman, Investmentstratege bei Cerity Partners, in einer am Samstag veröffentlichten Einschätzung von Fortune.fortune
Das reale BIP der USA wuchs im zweiten Quartal mit einer annualisierten Rate von 1,5 Prozent, nach 2,1 Prozent im ersten Quartal, so das Bureau of Economic Analysis. Die Verbraucherausgaben stiegen um 3,2 Prozent, und Unternehmensinvestitionen im Bereich der Infrastruktur für künstliche Intelligenz trugen dazu bei, die Binnennachfrage aufrechtzuerhalten. Der Dow Jones Industrial Average hat seit Kriegsbeginn fast 19 Prozent zugelegt, während der S&P 500 um fast 22 Prozent gestiegen ist und der Nasdaq Composite um 27 Prozent zugelegt hat.wgauradio+3
Brent-Rohöl, das Ende April auf 118 Dollar pro Barrel gestiegen war, als die Schließung der Straße von Hormus etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung bedrohte, war bis Ende Juni auf etwa 72 Dollar gefallen. Die Internationale Energieagentur hat die Störung in Hormus als "die größte Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarktes" bezeichnet, doch eine Kombination aus Lagerabbau, alternativer Produktion und schwächerer Nachfrage verhinderte eine anhaltende Preisspirale.businessamlive+1
Die Inflation hat sich unterdessen leicht abgeschwächt. Das Bureau of Labor Statistics meldete, dass die US-Verbraucherpreise im Juli im Jahresvergleich um 3,4 Prozent gestiegen sind, nach 3,5 Prozent im Juni.cnbc+1
Die beruhigenden Schlagzeilenzahlen verdecken wachsende Schwachstellen. Der IWF-Ausblick vom Juli prognostiziert ein globales Wachstum von 3,0 Prozent im Jahr 2026, gegenüber der Prognose von 3,4 Prozent vor dem Konflikt, wobei die globale Gesamtinflation auf 4,7 Prozent nach oben korrigiert wurde. Der Fonds identifizierte explizit eine Neubewertung der KI-Rentabilität als Abwärtsrisiko und stellte fest, dass derselbe Investitionszyklus, der das Wachstum stützt, zu einer Quelle finanzieller Belastung werden könnte, wenn die erwarteten Renditen enttäuschen.reuters+3
Europas Außenposition hat sich stark verschlechtert, wobei die Eurozone im Mai ein Warenhandelsdefizit von 7,8 Milliarden Euro verzeichnete, da die Energieimporte im Jahresvergleich um 10 Prozent stiegen. Das Wall Street Journal News Corp berichtete letzte Woche, dass die überproportionale Rolle des KI-Booms bei der Aufrechterhaltung des Wachstums selbst zu einer Sorge unter Ökonomen und politischen Entscheidungsträgern wird.businessamlive+1
Die Puffer, die den ersten Schock abgefedert haben – strategische Reserven, alternative Versorgungswege, widerstandsfähige Verbraucherausgaben – sind begrenzt. Der IWF hat gewarnt, dass eine anhaltende Störung in Hormus immer noch schweren Schaden anrichten könnte, wenn die Lagerbestände erschöpft sind. Die Zentralbanken stehen vor der schwierigen Kombination aus schwächerem Wachstum und einer Inflation, die deutlich über dem Zielwert liegt, was wenig Spielraum für Zinssenkungen lässt, ohne das Risiko eines verfestigten Preisdrucks einzugehen.businessamlive
"Die aufschlussreichere Frage ist nicht, ob die Weltwirtschaft auf eine Rezession zusteuert", schloss die Analyse von BusinessAMLive. "Es ist die Frage, ob die Mechanismen, die die Wirtschaft vor einer Rezession geschützt haben, selbst zu Quellen der Verwundbarkeit werden."businessamlive