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nytimesdunyanews+1nytimesDas US-Militär geleitet seit Mai im Stillen Öltanker durch den südlichen Teil der Straße von Hormus auf Routen nahe dem Oman. Laut von der New York Times zitierten Schifffahrtsanalysten half dies, im Juli täglich rund 5 Millionen Barrel Rohöl aus dem Persischen Golf zu transportieren, nachdem es im Juni noch etwa 4 Millionen Barrel pro Tag gewesen waren. Der Einsatz erfolgt vor dem Hintergrund eines vorübergehenden Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran, der am Dienstag, dem 18. August, auslief, ohne dass Verhandlungen über eine Verlängerung geführt werden.nytimes+2
Vor dem Krieg passierten täglich rund 15 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus. Das U.S. Central Command hat inzwischen mehr als 1.000 Schiffen bei der Durchquerung der Meerenge geholfen und dabei Schiffe, Hubschrauber und Flugzeuge eingesetzt, um iranische Drohnen und Raketen abzufangen. Die Schiffe schalten in der Regel ihre Transponder aus, um einer Entdeckung durch den Iran zu entgehen.nytimes
"Sie haben diesen südlichen Korridor trotz der Angriffe außerordentlich effektiv offengehalten", sagte Michelle Wiese Bockmann, Schifffahrtsanalystin bei Windward.nytimes
Der Einsatz forderte jedoch auch Opfer. Mindestens 15 Schiffe auf den südlichen Routen wurden seit Anfang Juni angegriffen, wobei laut einer Analyse von Daten der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation durch die New York Times 16 Seeleute verletzt und zwei getötet wurden. Ein weiteres Schiff wurde diese Woche nahe dem Oman getroffen, wobei ein Besatzungsmitglied ums Leben kam. Die Abu Dhabi National Oil Company teilte mit, dass 18 ihrer Schiffe während des Krieges angegriffen wurden.nytimes
Die Ölpreise stiegen am 19. August den vierten Tag in Folge, als US-Präsident Trump erklärte, es fänden keine Gespräche mit dem Iran statt, und darauf beharrte, die Meerenge sei offen. Damit widersprach er den Behauptungen Teherans, die Wasserstraße bleibe gesperrt. Rohöl der Sorte Brent hielt sich über 91 US-Dollar pro Barrel, während WTI nahe 86 US-Dollar gehandelt wurde.caliber+2
Die US-Marine hat derzeit etwa 20 Kriegsschiffe im Golf von Oman stationiert, darunter die Flugzeugträger Abraham Lincoln und George H.W. Bush. Die Aufrechterhaltung dieser Präsenz strapaziert jedoch die Ressourcen, nachdem der Iran am ersten Kriegstag den Stützpunkt der Marine in Bahrain zerstört hat. Versorgungsschiffe müssen nun bis nach Diego Garcia fahren, was einer Hin- und Rückreise von mehr als zehn Tagen entspricht.nytimes
Die Produzenten am Golf umgehen die Meerenge zudem über Pipelines, während das irakische Kabinett am Dienstag Mechanismen für den Export von Rohöl über mehrere alternative Wege genehmigte, wobei die Verträge ab dem 1. September eine Laufzeit von drei Monaten haben. Zwei große chinesische Reedereien haben den Transit ihrer Tanker durch die Straße von Hormus komplett eingestellt und nehmen ihre Ladungen stattdessen außerhalb des Golfs auf.dunyanews+2
"Die Bedrohung der Meerenge durch den Iran wird auf absehbare Zeit erheblich bleiben", sagte Mona Yacoubian, Direktorin am Center for Strategic and International Studies.nytimes