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reuters.english.elpais.reuters.María del Carmen Abascal, die 87-jährige Rentnerin, die in ganz Spanien als "Maricarmen" bekannt war, starb am Mittwoch, den 7. Oktober, im Madrider Krankenhaus Gregorio Marañón. Sie war dort zwei Wochen lang in Behandlung, nachdem die Polizei sie am 23. September aus der Wohnung in Retiro entfernt hatte, in der sie mehr als 70 Jahre lang gelebt hatte. Die Madrider Mietergewerkschaft gab ihren Tod bekannt. Sie hätte am Donnerstag einen neuen Mietvertrag unterzeichnen sollen, der es ihr ermöglicht hätte, in ihr Zuhause zurückzukehren.reuters+3
Ihr Tod fällt in eine Zeit, in der Spanien auf eine vorgezogene Parlamentswahl am 29. November zusteuert. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte die Wahl ausgerufen, nachdem das Parlament seine Notfallmaßnahmen für den Wohnungsmarkt abgelehnt hatte, die als Reaktion auf die Proteste nach ihrer Zwangsräumung ausgearbeitet worden waren.npr+1
Abascal war wegen schwerer Angstzustände und Erschöpfung im Krankenhaus. Eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben. Nach ihrer Zwangsräumung stimmte der Eigentümer des Gebäudes, Urbagestión, unter öffentlichem Druck einem Achtjahresmietvertrag zu, der etwa ihrer alten Miete von rund 500 Euro pro Monat entsprach. Die zuvor geforderten rund 1.600 Euro konnte sie nicht aufbringen, da ihre Rente bei etwa 1.400 Euro lag. "Diese Lösung kam zu spät", erklärte die Gewerkschaft und bezeichnete die Situation als "völlig vermeidbar nach einer erschütternden Leidenszeit". Urbagestión teilte einer spanischen Zeitung mit: "Wir bedauern die Situation zutiefst; wir haben das nicht erwartet", und erklärte, dass es "vorerst" keine Pläne für die Wohnung gebe.english.elpais+5
Ihr Vater mietete die Wohnung im sechsten Stock erstmals 1956. Urbagestión kaufte das Gebäude 2018 und stellte daraufhin infrage, ob der Mietvertrag rechtmäßig auf sie übergehen könne, was einen siebenjährigen Rechtsstreit auslöste, der in vier Räumungsversuchen endete.cadenaser+1
Am Donnerstag marschierten Tausende Menschen mit einem Kranz vom Protestcamp an der Puerta del Sol zu ihrem ehemaligen Wohnhaus und skandierten: "Das sind keine Tode, das sind Morde". Etwa 1.000 Menschen campieren seit zwei Wochen auf dem Platz. Die beiden größten Gewerkschaften Spaniens haben für den 11. November zu einem Generalstreik zum Thema Wohnen aufgerufen.cbc+3
Sánchez schrieb auf X: "All meine Liebe gilt Maricarmens Familie und ihren Angehörigen… Ruhe in Frieden". Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo von der Volkspartei (PP) forderte zunächst "keinen Wahlkampf, keine Partei, keinen politischen Vorteil". Am Donnerstag warf er den Sozialisten vor, sie würden versuchen, "die Emotionen des spanischen Volkes zu manipulieren".reuters+1
In der Regionalversammlung von Madrid sagte Manuela Bergerot von Más Madrid, Abascal sei wegen "elender Menschen gestorben, die Profit über ein Menschenleben stellen". Die Volkspartei, die in der Regional- und Stadtregierung von Madrid die absolute Mehrheit hält, weigerte sich, eine Schweigeminute für sie abzuhalten.reuters
Eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des staatlichen Meinungsforschungsinstituts CIS ergab, dass 76,3 % der Spanier staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt befürworten, um den Zugang zu Wohnraum zu garantieren.reuters
"Ihr Tod vervollständigt das Narrativ, dass Zwangsräumungen und Immobilienspekulation buchstäblich töten", sagte Alejandro Quiroga, Professor an der Universität Complutense, gegenüber Associated Press.cbc