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reutersbloombergjapantimes+1Japan und die USA haben am Donnerstag eine koordinierte Stützungsaktion für den Yen gestartet. Tokio gab geschätzte 53 Milliarden US-Dollar für den Kauf der eigenen Währung aus, während die New Yorker Federal Reserve Zinsabfragen bei Banken durchführte. Dies signalisiert eine direkte Beteiligung Washingtons an einer seltenen gemeinsamen Intervention, die den Yen im New Yorker Handel um 3,3 Prozent gegenüber dem Dollar steigen ließ.reuters+1
Die Maßnahme markiert laut Bloomberg eine seit Jahrzehnten nicht mehr gesehene Vertiefung der US-japanischen Zusammenarbeit auf den Devisenmärkten, bei der sich beide Nationen gegen Bewegungen auf dem globalen Devisenmarkt mit einem Tagesvolumen von 9,5 Billionen Dollar stemmen. Reuters berichtete am Freitag, das US-Finanzministerium habe Banken über die Federal Reserve Bank of New York informiert, dass es direkt am Yen-Markt intervenieren könnte und diese „sich für künftige Maßnahmen bereithalten“ sollten.bloomberg+1
Die Gewinne des Yen erwiesen sich als kurzlebig. Nachdem die Währung am Donnerstag auf bis zu 157,98 gegenüber dem Dollar zugelegt hatte, fiel sie am Freitag wieder in Richtung 160 zurück, nachdem die Bank of Japan ihren Leitzins mit 8:1 Stimmen unverändert bei 1 Prozent beließ. Die Entscheidung war weitgehend erwartet worden, da die BOJ die Zinsen erst im Juni von 0,75 Prozent auf 1 Prozent angehoben hatte.reuters+2
Notenbankchef Kazuo Ueda schlug auf seiner Pressekonferenz einen falkenhaften Ton an, hielt die Tür für künftige Zinserhöhungen offen und verwies auf größere Aufwärtsrisiken für die Preise, kündigte jedoch keine unmittelbaren Schritte an. Ratsmitglied Hajime Takata stimmte als einziger dagegen und plädierte für eine Anhebung auf 1,25 Prozent.cnbc+2
US-Finanzstaatssekretär Wally Adeyemo erklärte in einem Interview, er halte den Yen für „erheblich unterbewertet“ und „übermäßige Volatilität“ für ungesund. Japans oberster Währungsbeauftragter Atsushi Mimura sagte am Freitag, Japan erhalte von den USA Unterstützung, die „über moralische Aufmunterung hinausgehe“.bitget
Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama bekräftigte, dass die Behörden weiterhin jederzeit zu Interventionen bereit seien, und bestätigte eine enge Abstimmung mit Washington. Die Intervention erfolgte, nachdem der Yen in den letzten Monaten unter dem Druck steigender Ölpreise, anhaltender Haushaltsdefizite und großer Zinsunterschiede zwischen den USA und Japan auf ein 40-Jahres-Tief gefallen war.tmgm+1
TD Securities merkte an, dass Ueda zwar „so falkenhaft klang wie schon lange nicht mehr“, die Märkte für Overnight Index Swaps derzeit jedoch eine Wahrscheinlichkeit von etwa 88 Prozent für eine Zinserhöhung bis Oktober einpreisen. JPMorgan-Strategin Ikue Saito warnte, dass „ein nachhaltiger und spürbarer Anstieg des Yen eine noch falkenhaftere Haltung“ der BOJ erfordern würde.tmgm+1