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reutersreutersreuters+1Die Ölpreise stiegen am Freitag um mehr als 1 %, nachdem Irans Revolutionsgarden erklärt hatten, sie hätten zwei Schiffe beim Versuch gestoppt, die Straße von Hormus zu verlassen. Dies sorgt für neue Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten, die bereits durch den seit fünf Monaten andauernden Konflikt zwischen den USA und Iran belastet sind.
Iran teilte mit, seine Streitkräfte hätten zwei Schiffe gestoppt und vier weitere zur Umkehr gezwungen, die die Meerenge passieren wollten. Über die schmale Wasserstraße zwischen Iran und Oman wird normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Energielieferungen abgewickelt. Die iranianischen Berichte konnten nicht unabhängig bestätigt werden und folgen auf eine ähnliche unbestätigte Behauptung Anfang der Woche.reuters
Trotz der gemeldeten Intervention wurden laut Schifffahrtsdaten von Kpler zwei große Tanker mit im Golf geladenem Öl bei der Passage der Meerenge registriert, zusammen mit zwei Rohstoffschiffen. Eine von Iran zur Verwaltung der Meerenge eingerichtete Stelle erklärte, Durchfahrten seien wegen "anhaltender aggressiver Aktionen der US-Militärstreitkräfte in der Region" weiterhin unmöglich. Transitgenehmigungen würden schrittweise erteilt, sobald wieder Stabilität einkehre.reuters
Die Futures für Rohöl der Sorte Brent steuerten im Juli auf ein Plus von 23 % zu, und von Reuters Thomson Reuters Corporation befragte Ökonomen erwarten, dass die Preise in diesem Jahr weiter steigen werden.reuters
Die Störungen im Schiffsverkehr erfolgten vor dem Hintergrund breiterer Feindseligkeiten. Irans Armee gab an, am Freitag US-Militäreinrichtungen in Kuwait und Bahrain ins Visier genommen zu haben, als Reaktion auf gemeinsame US-saudische Angriffe auf mit Iran verbündete Kräfte im Irak Anfang der Woche. Kuwait teilte mit, es habe angreifende Drohnen zerstört, wobei Trümmerteile einige Schäden anrichteten, es jedoch keine Verletzten gab.reuters
Auch der ägyptische Mittelmeerhafen Damietta wurde Anfang der Woche von einer unidentifizierten Drohne getroffen, was zu Bränden auf zwei Schiffen führte. Iran wies eine Beteiligung zurück: Außenminister Abbas Araqchi warnte vor "israelischen Komplotten und Operationen unter falscher Flagge". Der Londoner Markt für Seeversicherungen weitete seine "Hochrisikozone" im Roten Meer aus, während Saudi-Arabien Pläne für eine multinationale maritime Verteidigungskoalition vorstellte.reuters
Unabhängig davon erwarb die Abu Dhabi National Oil Co fünf sehr große Rohöltanker von Frontline für rund 590 Millionen US-Dollar. Damit erweitert das Unternehmen seine Flotte, während die Doppelkrisen im Roten Meer und in der Straße von Hormus das Angebot an Tankern verknappen. Zwei 2012 gebaute Schiffe kosteten jeweils etwa 115 Millionen US-Dollar, während drei 2015 gebaute Schiffe für jeweils rund 120 Millionen US-Dollar erworben wurden. ADNOC Logistics & Services hat zudem 25 bis 30 neue Schiffe bei verschiedenen Werften bestellt, darunter Rohöltanker, LNG- und LPG-Tanker. Die Übernahmen spiegeln das verstärkte Bestreben der Golfproduzenten wider, mehr Kontrolle über ihre Lieferketten zu erlangen, solange die traditionellen Seewege gestört bleiben.reuters+1