Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

reutersreuters+1reutersZum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen hat der Iran rund sieben Wochen lang keine nennenswerten Rohölexporte mehr durch die Straße von Hormus verschifft. Eine US-Seeblockade erreicht damit, was jahrelange Sanktionen nicht vermochten: die wichtigste Devisenquelle Teherans versiegen zu lassen.
Seit die USA ihre Blockade am 14. Juli im Zuge eines sechsmonatigen Konflikts mit dem Iran wieder aufgenommen haben, hat laut den Tracking-Diensten Kpler, Vortexa und TankerTrackers.com keine einzige iranische Rohölladung die Straße von Hormus in Richtung China passiert, dem einzig verbliebenen Großabnehmer Teherans.wtvbam+1
Der Iran verlud im August nach Schätzungen von Vortexa und Kpler täglich nur noch etwa 220.000 bis 255.000 Barrel Rohöl und Kondensat, verglichen mit rund 740.000 Barrel im Juli und etwa 2 Millionen Barrel im März. Das geladene Rohöl kam jedoch nicht vom Fleck: 29 Tanker mit 36,11 Millionen Barrel an Bord sitzen weiterhin in der Meerenge fest, wie Samir Madani, Mitbegründer von TankerTrackers.com, gegenüber Reuters erklärte.reuters+1
„Selbst auf dem Höhepunkt der Sanktionen des maximalen Drucks in den Jahren 2019 und 2020 passierte jeden Monat etwas iranisches Rohöl die Straße von Hormus. Zu keinem Zeitpunkt fielen die Exporte über einen längeren Zeitraum so nahe an den Nullpunkt wie seit Mitte Juli“, sagte Vortexa-Analystin Claire Jungman.wtvbam+1
Die Blockade befindet sich zwischen dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer, wo Schiffe der US-Marine jene Tanker kontrollieren, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Außerhalb der Blockadezone sind laut David Tannenbaum von Blackstone Compliance Services weiterhin Dutzende mit dem Iran in Verbindung stehende Tanker einer Schattenflotte aktiv: 51 Schiffe operieren im Golf von Oman, weitere 81 liefern Öl in Asien aus oder warten vor Malaysia.wtvbam
Der Einbruch der Exporte lässt eine der wichtigsten Devisenquellen des Iran versiegen. Kpler-Analyst Homayoun Falakshahi warnte, dass dies Teheran dazu zwingen könnte, Staatsausgaben durch das Drucken von Geld zu finanzieren, was das Risiko einer noch höheren Inflation birgt. Der Internationale Währungsfonds schätzt die Inflationsrate des Iran in diesem Jahr auf fast 70 %, die dritthöchste weltweit nach Venezuela und dem Sudan.reuters+1
Iranisches Rohöl kann Händlern zufolge weiterhin aus schwimmenden Lagern in der Nähe von Asien erworben werden, wobei Ladungen für Lieferungen im September und Oktober nach China angeboten werden. Die Mengen schrumpfen jedoch, da kein Nachschub eintrifft: Die Gesamtmenge des auf dem Wasser befindlichen iranischen Rohöls sank im Zuge der Blockade laut Vortexa-Daten von 135 Millionen auf 107 Millionen Barrel.wtvbam
Letzte Woche versuchte Washington, den Druck zu erhöhen, indem es Ländern drohte, die weiterhin Handel mit Teheran treiben. „China kann sich schnappen, was in seiner Region schwimmt, aber das war es im Moment auch schon“, sagte Madani.cnbc+2